...genau vor sieben Monaten habe ich den letzten Blog geschrieben, ich kann es kaum fassen, wie schnell die Zeit vergangen ist. Dieses Mal bekommt ihr die News aus London, von wo aus ich sie in den nächsten vier Jahren schreiben werde :) Wie ihr euch vorstellen könnte, ist seit dem letzten Blog unglaublich viel passiert. Jetzt sind gerade nochmal „Mini-Ferien“, bevor ich richtig in London durchstarte, und die kann ich endlich nutzen um euch auf den neuesten Stand zu bringen. Wie immer freue ich mich auch sehr, von euch zu hören.
Noch eine kurze Notiz: Meine Kamera ist kaputt deshalb gibt’s im Moment noch keine Fotos. Hoffe, das bekomme ich bald in den Griff.
Meine neue Addresse schicke ich euch gerne per Email zu falls ihr sie noch nicht bekommen habt. Hier eine Übersicht des länglichen Blogs:
I OXFORD: von März bis September
(1) Abschluss des Masterkurses in Oxford
(2) Social life: Viel Zeit mit Freundinnen in Oxford verbracht und das Leben auch im Abschlussstress sehr genossen
(3) Katharina hat geheiratet! :)
II LONDON: seit Ende September
(1) Die Unterkunft: „Goodenough College“
(2) Der Kurs
TEIL I
(1) Abschluss des Masterkurses in Oxford
Der letzte Teil meines Masterstudiums in Oxford bestand aus einem zweiten Forschungsprojekt (April-August), was wieder super viel Spaß gemacht hat und über das ich die zweite „Masterarbeit“ geschrieben habe, und ein paar Kursen zu denen ich Essays verfasst habe. Zum Schluss (September) gab’s dann noch eine mündliche Prüfung, und schneller als ich denken und gucken konnte, war die Zeit herum und ein super-schönes und lehrreiches Jahr in Oxford vorbei. Alle Prüfungen verliefen problemlos und die schönste Überraschung war, dass ich für meine Forschung zusammen mit einer anderen Person aus dem Kurs den „Sherrington Price for Neuroscience“ verliehen bekommen habe *freu*
(2) Freundinnen & das Leben in Oxford
Gegen Ende meines Aufenthaltes in Oxford wurden auch ganz entscheidende tolle Freundschaften noch mal sehr intensiviert (oder auch geformt!) und ich hatte unglaublich viele signifikante Gespräche mit guten Freundinnen mit einer Tiefe und einem Vertrauen, wie ich es das ganze Jahr über nicht so erlebt hatte. Dafür bin ich sehr dankbar. Drei einzigartige Individuen will ich mal benennen:
Da gab es Lisa, an die ihr euch aus den Rundbriefen vielleicht erinnert (sie hatte Weihnachten bei meiner Familie verbracht und ist ursprünglich aus Kanada). Sie hatte ihr Zimmer auf dem gleichen Gang wie ich und mit ihr habe ich wirklich viel unternommen. Wir sind zum Beispiel zusammen ins Phantom der Oper nach London gefahren, sie hat für mich zum Geburstag ganz viele liebe Sachen organisiert (sogar Mama gemailt deshalb!) und wir sind jeden Sonntag zusammen zum Lobpreis-Gottesdienst gegangen und haben oft zusammen gefrühstückt, Tee getrunken oder „baby spinach“ im Sonnenschein im „New College Garden“ gegessen.
Dann gab es Angeline aus meinem Gebetskreis, die ich eigentlich am 27.4. zum ersten Mal richtig individuell getroffen habe und die dann wirklich super-schnell zu einer richtig guten Freundin geworden ist. Mit ihr habe ich unzählige Nächte durchge“schnattert“ und über Gott und die Welt diskutiert… Das tat uns beiden richtig gut (abgesehen vom Schlafmangel ;-))
Genauso wichtig wie Angeline war und wurde Denise. Mit ihr habe ich unglaublich viel gelacht – sie lebt das Leben richtig intensiv und liebt es im Gespräch Dinge, die sie erlebt hat zu verarbeiten (und ich liebe es ihr zuzuhören!). Ich habe sie oft „ganz spontan“ mal zwischendrin gesehen, mit ihr Mittag gegessen, Kaffee getrunken, ihr Schokolade bei der Arbeit vorbeigebracht, verrückte Dinge unternommen (so wie eine Ballettstunde Nachts um 1 vorm Chemiegebäude der Uni) und weil wir beide richtig verrückt sind passen wir so gut zueinander und lieben uns. Und sie ist auch ein sehr gläubiger und gleichzeitig sehr realistischer Mensch, der die Welt nicht „idealisiert“ betrachtet – hat sicherlich mit ihrer Kindheit als Weiße in Südafrika zu tun, aber das wäre ein eigenes Kapitel für sich. Sie hat mir in vieler Hinsicht die Augen geöffnet für die Realität und eine neue Perspektive/Blickweise gegeben. Kurzum: ein Engel!
Und dann gab und gibt es noch Kira, Roselyn, Ruth, Sindiso, Linda und Jessica und noch ein paar – alles liebe Mädels von der Gemeinde (und auch Oxford-Studis) die ich zu lieben und zu schätzen gelernt habe und die ich hier und da immer wieder getroffen habe – wir haben gemeinsam das Leben genossen und uns über alles mögliche ausgetauscht. Jeden Dienstag haben wir uns auch im Gebetskreis gesehen (aber da gab es tatsächlich auch Männer!) und öfter mal haben wir sogenannte „Ladies Nights“ veranstaltet, das heißt gemeinsam gegessen und die ganze Nacht geschwatzt, Schokolade und Erdbeeren gemampft usw ;-) Eine tolle Zeit!
Mein Geburtstag hat die Intensität dieser Zeit von April bis September an einem Tag zusammengefasstt: Es war ein Dienstag (also abends Treffen der Gruppe der Gemeinde), und da habe ich morgens nur mit „meinen Mädels“ gefrühstückt und dann mittags die Leute von meinem Kurs getroffen, zwischendurch gearbeitet (yay, Forschung!) und abends bin ich dann noch Stocherkahn mit all den lieben Menschen von der Gemeinde gefahren (singen auf dem Boot!).
Ja und zu guter letzt habe ich in Oxford auch über den Sommer immer wieder tollen Besuch bekommen, von Esther und Tomoko, die ich von meiner Zeit in Kanada kenne, von Mama Djawed und Benjamin (zusammen) und dann auch noch Maggy. Ihr könnt euch vorstellen, die Zeit ging schnell herum und es war eine tolle und intensive Zeit!
(3) Kathys Hochzeit – verbunden mit 10 Tagen „Urlaub“ in Deutschland
Und der Höhepunkt des Sommers: Meine geliebte große Schwester hat den wunderbaren fränkischen Mario geheiratet :-) Das war am 23.8. und dafür bin ich selbstverständlich nach Deutschland gedüst (auch schon ein bisschen eher, insgesamt so 10 Tage drumherum). Es fehlen einem die Worte die Hochzeit angemessen zu beschreiben, deswegen versuche ich es gar nicht erst, aber es war kurzum ein sehr sehr gelungenes Fest und mit Abstand das schönste war, dass die beiden SOOOOO glücklich waren!
TEIL II
Ich glaube fast alle wissen es: Anton und ich sind wirklich sehr glücklich und dankbar denn wir dürfen für die nächsten vier Jahre voll finanziert in der gleichen Stadt sein – die Metropole London :) Wir konnten es nicht erwarten und bisher haben sich all unsere Erwartungen erfüllt und wurden sogar noch übertroffen! Wir sehen uns eigentlich mit wenigen Ausnahmen jeden Abend und das ist natürlich echt NEU und super-schön! Als meine Family hier war, waren wir schon im Musical, in einer Oper, bei Hillsong usw.
(1) Unterkunft
Anton und ich wohnen beide in so etwas ähnlichem wie einem Studentenwohnheim und die beiden Häuser sind nur 200 Meter Luftlinie voneinander entfernt (siehe http://maps.google.com/maps?oi=map&q=Mecklenburgh+Square+London+UK für Mirie und http://maps.google.com/maps?oi=map&q=Langton+CLose+UK+London für Anton). Beide Häuser liegen direkt in dem Viertel „Bloomsbury“ – einer der guten und etwas nobleren Gegenden Londons, was sehr zentral liegt. Wir können zur Uni, zum Bahnhof, zum Einkaufen, sogar zur Themse und vielen Touristen-Attraktionen problemlos hinlaufen, so zentral ist das (und das in einer 7,5 Millionen Stadt wo viele eine Stunde zur Arbeit fahren!). Das heißt wir haben es beide echt gut getroffen und sind total zufrieden.
Mein College (=Wohnheim) ist sogar noch ein bisschen extravagant. Es nennt sich witzigerweise nach einem Menschen mit Nachnamen „Goodenough“ (= gut genug) das „Goodenough College“ = (=“gut-genug-Wohnheim“). Aber es ist mehr als gut genug, es ist genial! Es gleicht in der Organisation den Colleges in Oxford.
Also, was ist so genial? Zum einen ist mein Zimmer super-schön, um mal damit anzufangen. Ich teile mir Küche, Dusche und Toiletten aber habe ein wirklich schönes geräumiges Zimmer mit Waschbecken es ist Teil eines toll ausgestatteten Gebäudes: Es gibt mehrere Gemeinschaftsräume, die wir für „Events“ buchen können, es gibt mehrere Musikräume, in denen man üben kann, es gibt eine Bar, einen großen schönen Essenssaal (mit gutem und bezahlbarem Essen, ab und zu sogar drei Gänge umsonst!), dann auch eine Bibliothek und Fernsehzimmer, Billiardmöglichkeiten… Das College besitzt sogar einen eigenen kleinen Park mitten in der Stadt inklusive Spielplatz und Grillmöglichkeiten. Man kann sich wirklich wohlfühlen, und Anton kann natürlich jederzeit auch von alledem profitieren, wenn er zu mir kommt.
Die Leute, die vom College aufgenommen werden haben alle irgendwelche besonderen Fähigkeiten oder Interessen und bringen sich unglaublich in das Leben des Colleges ein, so dass es auch viele sogenanntenr Clubs/Societies gibt, in die man sich einbringen oder von denen man auch nur profitieren kann. Zum Beispiel gibt es Tanzen, Trampolin, Reiten, Wandern, Ausflüge machen, Kammermusik, Chor, katholisch, evangelisch und andere religiöse Gruppen, einen Kochclub, sogar einen „Zirkusclub“, dann eine „french society“ die französische Filme zeigt und so etwas, sogar einen Wein und Bierverein, und ganz viele andere länderspezifische Gruppen und politische Debattiervereine. Man kann gar nicht alles machen, es ist wirklich ohne Witz JEDEN Abend etwas und so vieles ist interessant. Aber es ist natürlich toll, weil Anton und ich uns aussuchen können, was uns Spaß macht. Jeden Dienstag tanzen wir jetzt Standardtanz (direkt hier im College!). Ansonsten wollen wir uns in der christlichen Gruppe einbringen, ich möchte noch in den Chor und vielleicht mal zu der französischen Society und was halt noch so interessant ist. Vielleicht mal mit auf einen Ausflug oder Wandern, je nachdem was sich ergibt…
(2) Der Kurs
Ja, und wenn ich nicht gerade am College einer der 100 Aktivitäten nachgehe, dann studiere ich ja auch ein bisschen. Aber bisher hat es noch nicht richtig angefangen.
In meinem Kurs sind (nur) sechs Leute („4 year Wellcome Trust Program in Neuroscience“ heißt mein Programm und es ist an der Uni die „Universtiy College London (UCL)“ heißt), und zwar Elisa aus Argentinien, Julia und Rachael aus England, Daniel und ich aus Deutschland und dann noch Kate aus Belgien. Alls sind super-lieb und wir sind „wie eine Familie“ ;-) Wir waren auch schon öfter zusammen mal essen oder hatten „drinks“ und so haben wir uns wirklich schon ganz gut kennen gelernt.
Aber meine eigentliche Promotion hat noch nicht angefangen. Erst im zweiten uns bis zum viersten Jahr werde ich ein eigenes Projekt haben und an „meinem“ Forschungsprojekt arbeiten. Das erste Jahr ist etwas anders strukturiert. Wir machen drei kurze Forschungsprojekte in verschiedenen Laboren, und entscheiden uns dann am Ende des ersten Jahres für eines dieser Labore für Jahre 2-4.
Das erste Projekt fängt im November an, deshalb kann ich dazu WAS ich mache noch nicht viel schreiben. Bisher hatten wir nur Einführungsveranstaltungen und uns wurde jedes der über 70 Labore, die hier in den Neurowissenschaften forscht, vorgestellt. In jedem Labor haben wir mindestens eine halbe Stunde verbracht, so dass sich das über drei Wochen hingezogen hat und wir jetzt wirklich bescheid wissen, was hier an der Uni forschungsmäßig so läuft. Jetzt muss ich mich zwischen den 70 Laboren für drei entscheiden – habe aber natürlich schon eine Vorauwahl, so schwer ist es also nicht. (Für Insider, ganz sicher mache ich ein Projekt mit Sven Bestmann und eines mit David Attwell, das dritte könnte entweder James Kilner, Jon Driver oder Vincent Walsh werden.)
So, jetzt habt ihr grob einen Überblick über das, was ich so tue. Anton und ich haben uns schon ziemlich gut eingelebt aber sind natürlich auch noch „im Prozess“ – Gemeinde finden, in einen Rhythmus kommen, einen Freundeskreis aufbauen… Es gibt noch so vieles zu entdecken und vieles fängt jetzt auch erst richtig an. Dieses Wochenende geht’s auf eine Tagung/Besinnungtabe mit den Christen hier am College. Es bleibt spannend – „stay tuned“ („Bleiben Sie dran!“) :-)
Liebe Grüße aus London & bis bald,
Eure Miriam
Thursday, October 23, 2008
Wednesday, March 26, 2008
London - wir kommen!!!
Oxfordnews 5
OSTERSONNTAG
23.3.2008
Hallo ihr Lieben,
dieser Blog ist längst überfällig, es tut mir wirklich leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Wenn das geschieht könnt ihr üblicherweise daraus schließen, dass es mir gut geht, weil mir offensichtlich nicht langweilig geworden ist und die Arbeit macht mir ja immer viel Spaß – aber diese Erklärung ist natürlich kein Newsletter-Ersatz und auch keine gute Entschuldigung *smile* Es tut mir aber ganz besonders leid, weil so viele liebe Menschen seit meinem letzten Brief mit mir/uns mitgefiebert haben (wie Anton und ich uns nun entscheiden werden) und mir auch Tipps geben haben und mit ihrer Meinung zu der angebotenen Stelle in London weitergeholfen haben. Danke dafür! Ja, eine Entscheidung ist gefallen, aber lest doch selber… :-)
Kurzfassung: Forschungsprojekt Nummer 1 fast zu Ende – war genial! Bewerbungen „done“ (= fertig) und Promotionsstelle angenommen.
Note: ICH LIEBE OXFORD IMMERNOCH SOOOO
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Anton & ich & die Promotion in …
Ich will mal nicht so sein und schreibe das Spannendste am Anfang, auch wenn ich damit riskiere, dass ihr den Newsletter nicht bis zu Ende lest *grins*. Ich werde die nächsten vier Jahre zusammen mit Anton in London verbringen und am University College London (UCL) meine Promotion machen. Jeglicher Besuch ist mehr als erwünscht (nur eine Stunde Flug von vielen Orten in Deutschland!). Es war eine sehr schwierige Entscheidung, weil für mich Anton Priorität Nummer eins ist, ich mich aber für oder gegen die Stelle entscheiden musste, bevor er 100%-ig weiß/wusste, ob er auch in London genommen wird. Aber jetzt hat er auch eine Zusage, genial, oder?
Nochmal als kurze Erinnerung für die, die die letzte Email nicht mehr so im Kopf haben: Anton und ich haben uns in den letzten Monaten um die Promotionsstelle für nächstes Jahr gekümmert und uns in verschiedenen Städten in England beworben. Leider haben die Unis nicht all die gleiche Frist, sondern jede macht es anders und ich hatte das „Pech“, dass eines der Programme, bei denen ich mich in London am UCL beworben hatte, sehr früh entschieden hat, wem sie eine Stelle anbieten. Dann musste ich nachdem ich eine Zusage bekommen hatte innerhalb von zwei Wochen sagen, ob ich die Stelle annehme oder nicht.
Verschiedene Gründe haben dazu geführt, dass wir uns sicher waren, dass ich diese Stelle zusagen sollte obwohl es nicht 100% klar war/ist, dass Anton auch was in London findet:
(1) Gott wollte es, glauben wir
(2) Wir haben über dieser Entscheidung Frieden gespürt
(3) London hat viele Unis und Programme, bei denen Anton eine gute Chance hat genommen zu werden (während es z.B. in Oxford nur eine Uni gibt und damit rein objektiv gesehen weniger Chancen auf eine Stelle mit Funding)
(4) Von London aus kommt man überall relativ schnell hin (auch nach Deutschland) – die Notlösung wäre für uns, dass wir pendeln, wenn Anton wirklich nichts in London finden sollte (nach Oxford eine Stunde, nach Cambridge eine Stunde, nach Sussex eine Stunde, alles auch potentielle Unis für Anton)
(5) Es ist akademisch betrachtet für die Neurowissenschaften in dem Bereich, den ich spannend finde, die beste Adresse in Europa
(6) Sie zahlen mich wirklich (!) gut, was zum einen in London als Stadt nicht zu unterschätzen ist, und Anton und mir schon mal ein sicheres Standbein gibt (es ist mehr als eine Person braucht), denn man kann in London ohne Geld so schlecht leben ;) Geld ist natürlich auch ein wahnsinnig wichtiger Aspekt für gute Forschung, denn die ist teuer… Es wäre einfach dumm gewesen, wenn ich die Stelle abgelehnt hätte, dann Anton vielleicht was in London gefunden hätte, ich aber meine beste Geldquelle verspielt hätte und damit wenig(er) Chancen auf funding gehabt hätte… Es schien also einfach vernünftig und richtig und die beste Chance, in England für zwei Personen eine Stelle in einer Stadt zu finden.
(7) Und dann so kleine Gründe…
Ich muss sagen, nachdem die zwei Wochen zwischen Entscheidungen hin- und hergerissen echt teilweise schwierig waren (Oxford hat dann auch noch nachgezogen und mir innerhalb der 2-Wochen Frist vom UCL ein Angebot unterbreitet – schön, aber hat’s auch nicht leichter gemacht… habe ich glaube ich beim letzten Mal erwähnt), bin ich jetzt richtig froh, mich überhaupt, aber auch mich konkret für London entschieden zu haben. Es tut einfach gut, einmal nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, und ich bin zuversichtlich, dass Anton und ich das hinbekommen zu zweit - jetzt wo ich den Text nochmal überarbeite weiß ich, dass er HEUTE auch genommen wurde. Ich freue mich so!
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Mein Forschungsprojekt
Es gibt nicht super-viel hinzuzufügen seit dem letzten Mal – es ist weiterhin genial im Labor, wo ich gerade arbeite, ich verbringe dort so viel Zeit wie möglich und die Daten sehen sehr vielversprechend aus *freu* In 10 Tagen muss ich fertig sein, vorher aber noch die letzten Daten sammeln, und die Ergebnisse dann mündlich präsentieren (5.4.), dann habe ich noch zwei Wochen um es alles zusammenzuschreiben (bis 18.4.). Das erste Projekt geht also dem Ende zu (leider!). Aber nächstes Semester habe ich ja noch ein anderes Forschungsprojekt. Da musste ich mich übrigens neu orientieren, weil mein ursprüngliches Ratten-Pharmakologie Projekt nicht mehr stattfinden kann (das Labor löst sich auf, wo ich arbeiten sollte). Das war zu meinem Vorteil, denn ich konnte mir frei ein neues Projekt wählen und kann somit wieder mit Menschen arbeiten und werde am FMRIB, einem genialen brain imaging Institut hier in Oxford arbeiten (für die Insider: mit Heidi Johansen-Berg), und eine spannende neue Technik lernen, die sich DTI (Diffusion Tensor Imaging) schimpft. Das ist eine Methode um die Verbindungen zwischen Gehirnarealen anzugucken, im lebenden Menschen wohlgemerkt. Das wird super-genial, und was wir angucken: XXX (gelöscht) Ernsthaft! Cool, oder? Das wird auf jeden Fall ein spannendes Projekt!
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Random facts (“Zeug” ;))
Ich habe einen total lieben „Gitarrenlehrer“ gefunden, einer von meinem Gebetskreis bringt mir jetzt jede Woche vor unserem Treffen 30 Minuten ein paar neue Tricks bei – das macht echt viel Spaß. Ich habe dann auch schon ein paar Mal im Gebetskreis mit-ge-schrummt ;)
Die, die schon länger meine Rundbriefe lesen: Erinnert ihr euch an die Luci, meine „muga“ aus Mali – also eigentlich auch eine Deutsche, nämlich die, die mit mir vor einem Jahr in Mali war und mit mir das Zimmer geteilt hat usw. Neulich habe ich endlich mal wieder mit ihr telefoniert – das war genial aber da kamen natürlich auch ganz viele Erinnerungen von der tollen Zeit in Afrika wieder hoch, wo die kleine „Mariam“ (nach mir benannt) jetzt schon über ein Jahr alt sein muss…
Richard Dawkins, einer der größten und am lautesten über Christen schimpfendsten Atheisten ist ja bei mir am New College in Oxford (welch eine Freude!). Jedenfalls saß ich neulich bei ihm am High Table (also am Abendessenstisch in schicki-micki) nur drei Plätze weiter entfernt. Für die, die ihn nicht kennen: Ihr habt nichts verpasst (jetzt würden mir gewisse Leute widersprechen). Für die, die ihn kennen: Wir haben nicht über Gott und Religion diskutiert, an dem Abend war er ein normaler bis etwas eingebildeter netter Mensch, aber ich habe nicht viel mit ihm geredet. Interessante Persönlichkeit auf jeden Fall!
Lisa, die Weihnachten mit unserer Familie verbracht hat und meine allerbeste unendlich liebe Freundin hier in Oxford ist, geht jetzt jeden Sonntag mit mir in die Kirche *yay*
Und zu letzt, nicht weil es unwichtig ist, sondern weil man sich das schönste bis zum Schluss aufhebt: Anton und ich sind jetzt schon 4 Jahre zusammen (am 12.3.) und er wurde vor (über) einem Jahr getauft (am 18.3.) – lauter schöne Dinge :-)
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Ostern in Kassel
Jetzt schreibe ich euch gerade aus dem Flugzeug und habe ein ganz schönes (Urlaubs-) Wochenende über Ostern in Kassel verbracht. Das hat mal wieder richtig gut getan zu Hause zu sein, mit Benjamin Memory zu spielen, mit Jakob Cello zu üben, mich von Johannes im Doppelkopf abzocken zu lassen, mit Maggy in der Stadt zu shoppen, mit Kathy Kaffee trinken zu gehen und mir von Djawed Chemikalien-Abenteuer erzählen zu lassen – und nicht zu letzt gutes Essen von Mama zu genießen und Papas neuesten Renovierungserfolge zu bestaunen und seine tricky Ostereierverstecke zu finden :-) Soviel dazu in der Kurzfassung – superschön!
Liebe Grüße,
Eure Miriam
OSTERSONNTAG
23.3.2008
Hallo ihr Lieben,
dieser Blog ist längst überfällig, es tut mir wirklich leid, dass ich mich so lange nicht gemeldet habe. Wenn das geschieht könnt ihr üblicherweise daraus schließen, dass es mir gut geht, weil mir offensichtlich nicht langweilig geworden ist und die Arbeit macht mir ja immer viel Spaß – aber diese Erklärung ist natürlich kein Newsletter-Ersatz und auch keine gute Entschuldigung *smile* Es tut mir aber ganz besonders leid, weil so viele liebe Menschen seit meinem letzten Brief mit mir/uns mitgefiebert haben (wie Anton und ich uns nun entscheiden werden) und mir auch Tipps geben haben und mit ihrer Meinung zu der angebotenen Stelle in London weitergeholfen haben. Danke dafür! Ja, eine Entscheidung ist gefallen, aber lest doch selber… :-)
Kurzfassung: Forschungsprojekt Nummer 1 fast zu Ende – war genial! Bewerbungen „done“ (= fertig) und Promotionsstelle angenommen.
Note: ICH LIEBE OXFORD IMMERNOCH SOOOO
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Anton & ich & die Promotion in …
Ich will mal nicht so sein und schreibe das Spannendste am Anfang, auch wenn ich damit riskiere, dass ihr den Newsletter nicht bis zu Ende lest *grins*. Ich werde die nächsten vier Jahre zusammen mit Anton in London verbringen und am University College London (UCL) meine Promotion machen. Jeglicher Besuch ist mehr als erwünscht (nur eine Stunde Flug von vielen Orten in Deutschland!). Es war eine sehr schwierige Entscheidung, weil für mich Anton Priorität Nummer eins ist, ich mich aber für oder gegen die Stelle entscheiden musste, bevor er 100%-ig weiß/wusste, ob er auch in London genommen wird. Aber jetzt hat er auch eine Zusage, genial, oder?
Nochmal als kurze Erinnerung für die, die die letzte Email nicht mehr so im Kopf haben: Anton und ich haben uns in den letzten Monaten um die Promotionsstelle für nächstes Jahr gekümmert und uns in verschiedenen Städten in England beworben. Leider haben die Unis nicht all die gleiche Frist, sondern jede macht es anders und ich hatte das „Pech“, dass eines der Programme, bei denen ich mich in London am UCL beworben hatte, sehr früh entschieden hat, wem sie eine Stelle anbieten. Dann musste ich nachdem ich eine Zusage bekommen hatte innerhalb von zwei Wochen sagen, ob ich die Stelle annehme oder nicht.
Verschiedene Gründe haben dazu geführt, dass wir uns sicher waren, dass ich diese Stelle zusagen sollte obwohl es nicht 100% klar war/ist, dass Anton auch was in London findet:
(1) Gott wollte es, glauben wir
(2) Wir haben über dieser Entscheidung Frieden gespürt
(3) London hat viele Unis und Programme, bei denen Anton eine gute Chance hat genommen zu werden (während es z.B. in Oxford nur eine Uni gibt und damit rein objektiv gesehen weniger Chancen auf eine Stelle mit Funding)
(4) Von London aus kommt man überall relativ schnell hin (auch nach Deutschland) – die Notlösung wäre für uns, dass wir pendeln, wenn Anton wirklich nichts in London finden sollte (nach Oxford eine Stunde, nach Cambridge eine Stunde, nach Sussex eine Stunde, alles auch potentielle Unis für Anton)
(5) Es ist akademisch betrachtet für die Neurowissenschaften in dem Bereich, den ich spannend finde, die beste Adresse in Europa
(6) Sie zahlen mich wirklich (!) gut, was zum einen in London als Stadt nicht zu unterschätzen ist, und Anton und mir schon mal ein sicheres Standbein gibt (es ist mehr als eine Person braucht), denn man kann in London ohne Geld so schlecht leben ;) Geld ist natürlich auch ein wahnsinnig wichtiger Aspekt für gute Forschung, denn die ist teuer… Es wäre einfach dumm gewesen, wenn ich die Stelle abgelehnt hätte, dann Anton vielleicht was in London gefunden hätte, ich aber meine beste Geldquelle verspielt hätte und damit wenig(er) Chancen auf funding gehabt hätte… Es schien also einfach vernünftig und richtig und die beste Chance, in England für zwei Personen eine Stelle in einer Stadt zu finden.
(7) Und dann so kleine Gründe…
Ich muss sagen, nachdem die zwei Wochen zwischen Entscheidungen hin- und hergerissen echt teilweise schwierig waren (Oxford hat dann auch noch nachgezogen und mir innerhalb der 2-Wochen Frist vom UCL ein Angebot unterbreitet – schön, aber hat’s auch nicht leichter gemacht… habe ich glaube ich beim letzten Mal erwähnt), bin ich jetzt richtig froh, mich überhaupt, aber auch mich konkret für London entschieden zu haben. Es tut einfach gut, einmal nicht mehr darüber nachdenken zu müssen, und ich bin zuversichtlich, dass Anton und ich das hinbekommen zu zweit - jetzt wo ich den Text nochmal überarbeite weiß ich, dass er HEUTE auch genommen wurde. Ich freue mich so!
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Mein Forschungsprojekt
Es gibt nicht super-viel hinzuzufügen seit dem letzten Mal – es ist weiterhin genial im Labor, wo ich gerade arbeite, ich verbringe dort so viel Zeit wie möglich und die Daten sehen sehr vielversprechend aus *freu* In 10 Tagen muss ich fertig sein, vorher aber noch die letzten Daten sammeln, und die Ergebnisse dann mündlich präsentieren (5.4.), dann habe ich noch zwei Wochen um es alles zusammenzuschreiben (bis 18.4.). Das erste Projekt geht also dem Ende zu (leider!). Aber nächstes Semester habe ich ja noch ein anderes Forschungsprojekt. Da musste ich mich übrigens neu orientieren, weil mein ursprüngliches Ratten-Pharmakologie Projekt nicht mehr stattfinden kann (das Labor löst sich auf, wo ich arbeiten sollte). Das war zu meinem Vorteil, denn ich konnte mir frei ein neues Projekt wählen und kann somit wieder mit Menschen arbeiten und werde am FMRIB, einem genialen brain imaging Institut hier in Oxford arbeiten (für die Insider: mit Heidi Johansen-Berg), und eine spannende neue Technik lernen, die sich DTI (Diffusion Tensor Imaging) schimpft. Das ist eine Methode um die Verbindungen zwischen Gehirnarealen anzugucken, im lebenden Menschen wohlgemerkt. Das wird super-genial, und was wir angucken: XXX (gelöscht) Ernsthaft! Cool, oder? Das wird auf jeden Fall ein spannendes Projekt!
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Random facts (“Zeug” ;))
Ich habe einen total lieben „Gitarrenlehrer“ gefunden, einer von meinem Gebetskreis bringt mir jetzt jede Woche vor unserem Treffen 30 Minuten ein paar neue Tricks bei – das macht echt viel Spaß. Ich habe dann auch schon ein paar Mal im Gebetskreis mit-ge-schrummt ;)
Die, die schon länger meine Rundbriefe lesen: Erinnert ihr euch an die Luci, meine „muga“ aus Mali – also eigentlich auch eine Deutsche, nämlich die, die mit mir vor einem Jahr in Mali war und mit mir das Zimmer geteilt hat usw. Neulich habe ich endlich mal wieder mit ihr telefoniert – das war genial aber da kamen natürlich auch ganz viele Erinnerungen von der tollen Zeit in Afrika wieder hoch, wo die kleine „Mariam“ (nach mir benannt) jetzt schon über ein Jahr alt sein muss…
Richard Dawkins, einer der größten und am lautesten über Christen schimpfendsten Atheisten ist ja bei mir am New College in Oxford (welch eine Freude!). Jedenfalls saß ich neulich bei ihm am High Table (also am Abendessenstisch in schicki-micki) nur drei Plätze weiter entfernt. Für die, die ihn nicht kennen: Ihr habt nichts verpasst (jetzt würden mir gewisse Leute widersprechen). Für die, die ihn kennen: Wir haben nicht über Gott und Religion diskutiert, an dem Abend war er ein normaler bis etwas eingebildeter netter Mensch, aber ich habe nicht viel mit ihm geredet. Interessante Persönlichkeit auf jeden Fall!
Lisa, die Weihnachten mit unserer Familie verbracht hat und meine allerbeste unendlich liebe Freundin hier in Oxford ist, geht jetzt jeden Sonntag mit mir in die Kirche *yay*
Und zu letzt, nicht weil es unwichtig ist, sondern weil man sich das schönste bis zum Schluss aufhebt: Anton und ich sind jetzt schon 4 Jahre zusammen (am 12.3.) und er wurde vor (über) einem Jahr getauft (am 18.3.) – lauter schöne Dinge :-)
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Ostern in Kassel
Jetzt schreibe ich euch gerade aus dem Flugzeug und habe ein ganz schönes (Urlaubs-) Wochenende über Ostern in Kassel verbracht. Das hat mal wieder richtig gut getan zu Hause zu sein, mit Benjamin Memory zu spielen, mit Jakob Cello zu üben, mich von Johannes im Doppelkopf abzocken zu lassen, mit Maggy in der Stadt zu shoppen, mit Kathy Kaffee trinken zu gehen und mir von Djawed Chemikalien-Abenteuer erzählen zu lassen – und nicht zu letzt gutes Essen von Mama zu genießen und Papas neuesten Renovierungserfolge zu bestaunen und seine tricky Ostereierverstecke zu finden :-) Soviel dazu in der Kurzfassung – superschön!
Liebe Grüße,
Eure Miriam
Sunday, February 3, 2008
Crazy January...
Oxford News 4
3.2.2008
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Hallo ihr Lieben,
heute mal wieder ganz liebe Grüße zu euch nach Deutschland, verbunden mit ein paar kurzen „News“ von mir. Prinzipiell gäbe es eine Menge zu erzählen, aber ich werde mich auf das, was wesentlich erscheint (auch wenn es das nicht sein mag!?) beschränken, weil ihr sonst dieses Jahr wahrscheinlich gar nicht mehr von mir hören würdet :-)
Kurzfassung: Forschungsprojekt macht Spaß, Bewerbungsphase ziemlich vorbei, dafür jetzt Interviewphase + Zusage in London --> Entscheidungen für nächstes Jahr zu treffen…
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Anton & ich
Anton und mein wichtigstes Ziel für nächstes Jahr ist es für die Promotion in ein und derselben Stadt (höchstwahrscheinlich in England) zu landen und das hört sich leichter an als es ist und wir beten und hoffen, dass das klappt, und reden viel darüber, wie wir es am besten hinbekommen… Wir sind zuversichtlich, aber rein rational betrachtet ist es gerade nicht klar, wie wir uns – konfrontiert mit Zusagen, die eine Entscheidung binnen einer Woche verlangen – entscheiden sollen. Die Unis machen einem das Vorhaben etwas schwerer als man sich wünscht…
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Bewerbungen
Warum? Ich versuche es kurz zu erklären, aber es spielen viele viele Überlegungen und Faktoren hier mit rein, die ich wahrscheinlich gar nicht in so einem Newletter wiedergeben kann.
Also :-) Wir haben uns ziemlich flächendeckend, zunächst mal in England, für gute PhD Programme oder Labore beworben, wo wir gerne arbeiten würden (angefangen haben wir mit London, Cambridge und Oxford, hatten aber eigentlich bisher geplant, das noch etwas auszuweiten, um die Chancen auf eine Zusage in der gleichen Stadt zu erhöhen, möglicherweise ist das aber nicht mehr möglich).
Da solche Bewerbungen und das Kontaktieren von Professoren ziemlich aufwändig ist, haben wir im Januar (und auch schon im Dezember) viel Zeit in diese Bewerbungen gesteckt. Aber natürlich ist die Promotion eine entscheidende (und lange!) Phase und somit war es und den Aufwand wert.
Die Mühe scheint sich gelohnt zu haben, schon jetzt wurde Anton zu einem Interview am Imperial College eingeladen (12.2.) und ich zu einem am University College (29.1.), beide Unis sind in London, und auch viele andere Professoren haben ihr Interesse schon ziemlich direkt geäußert und werden uns vermutlich in Kürze zu einem Interview einladen. Es sieht also eigentlich sehr gut aus, und scheinbar werden wir viele Möglichkeiten zur Auswahl zu haben. Aber natürlich spielt auch die finanzielle Unterstützung eine große Rolle, denn das Studium in England ist teuer. Das heißt eine Stelle kann man nicht antreten, wenn man nicht gleichzeitig noch ein Stipendium angeboten bekommt.
Wie ihr oben an den zwei Interviewterminen sehen könnte, haben alle Unis verschiedene Zeiten, wo sie ihre Interviews halten und Entscheidungen treffen, und das ist es eigentlich, was die Situation gerade jetzt schwierig macht. Mir wurde nur zwei Tage nach dem Interview in London, also am letzten Donnerstag, ein Platz am UCL angeboten, inklusive viel Geld, aber mit der Nebenbemerkung, ich habe eine Woche Zeit um mich zu entscheiden! Vermutlich habe ich es geschafft, sie noch um eine zweite Woche herauszuzögern (das erfahre ich morgen), aber das ist alles… Auch bis zum 15.2. weiß Anton mit großer Wahrscheinlichkeit nicht, ob er in London genommen wird. Klar glauben wir fest daran, dass er gute Chancen hat, aber es ist ein gewisses Risiko dabei, weil wir einfach von den Bewerbungszahlen und Chancen in seinem Programm nicht viel wissen… (bei meinem Programm z.B. waren es 300 Bewerber auf nur 6 Stellen, da muss man auch als ausgezeichneter Kandidat damit rechnen, abgelehnt zu werden und sich Alternativen offen halten …)
Wir können also euer Gebet gebrauchen, wir brauchen jetzt wirklich die richtige Eingebung und viel Weisheit und Klarheit darüber, was die richtige Entscheidung ist, ob ich dieses Angebot mit einem gewissen Risiko annehme, oder nicht!
Das Programm wäre eine 4-jährige Promotion und das University College London ist einer der besten Orte für die Neurowissenschaften weltweit (wer sich für die Statistiken interessiert http://www.physiol.ucl.ac.uk/postgraduates/index.php?section=2 und http://www.physiol.ucl.ac.uk/postgraduates/4yr_science_publ.php zeigen, wie gut die Studenten in dem Programm im Gegensatz zu woanders abgeschnitten haben). Es ist eines der besten Angebote, die ich kriegen kann, auf der anderen Seite versuche ich mich davon nicht zu sehr beeindrucken zu lassen, denn ich habe auch schon zwei andere Angebote, die gut wären (eins für ein 3-jähriges PhD Programm am Functional Imaging Laboratory (FIL), was auch am UCL in London ist, und eins – eher inoffiziell – für Oxford mit Matthew Rushworth mit dem ich gerade jetzt auch arbeite, er ist super!). Ich glaube keines der Programme würde mich mehr oder weniger glücklich machen, alle sind super, deshalb kann die Entscheidung rein akademisch kaum falsch sein, aber das wichtigste: Ich würde gerne erst wissen, wo Anton genommen wird bevor ich mich für irgendwas entscheide, aber gleichzeitig sind wir uns beide einig (alle Entscheidungen werden im Moment im Doppelpack gefällt!), dass es schon etwas dumm sein würde, dieses (auch finanziell gut (!) geförderte) Angebot in London abzulehnen und dann erfährt Anton evtl. zwei Wochen später, dass er in London genommen wurde und ich habe meine Chance verspielt. (Randbemerkung: Ich kann es nicht annehmen und andere Bewerbungen noch gleichzeitig weiterlaufen lassen, das ist verboten, sobald ich die Stelle zusage, muss ich alle anderen Bewerbungen „canceln“.)
Wir beschweren uns nicht, denn sicherlich ist es besser zu viele gute Angebote zu kriegen als keine, aber die Situation ist etwas tricky! :-) Ihr habt es hoffentlich verstanden ;-)
Gleichzeitig glauben wir auch, dass die Wahrscheinlichkeit an einem Ort was zu finden in London einfach am größten ist, weil die Stadt zig Unis hat und auch noch viele Vororte Unis haben, so dass man eigentlich davon ausgehen kann, dass Anton da auch etwas findet… We will see :-)
Und von London kommt man auch was das Ausland betrifft am schnellsten zurück aufs Festland!!
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Mein Forschungsprojekt
Neben all diesen Bewerbungshochs und -tiefs, Interviewvorbereitungen, Entscheidungen, … geht das “normale” Studentenleben weiter und das ist auch gut so ;) Ich habe ja im Januar mein erstes Forschungsprojekt hier in Oxford begonnen und arbeite im Labor von Dr. Matthew Rushworth und das ist super – ihr kennt mich ja von meinen Berichten vom M.I.T. schon gut genug und ich könnte alles praktisch genauso wiedergeben, Forschung ist einfach GENIAL! Ich könnte den ganzen Tag und die ganze Nacht einfach nur im Lab verbringen, dir Arbeit macht wirklich einfach so viel Spaß. Die Atmosphäre stimmt, die Leute fantastisch, die Betreuung ist super und das Projekt ist spannend. Ich werde heute nicht ins Detail gehen, was ich untersuche, die meiste Zeit teste ich Versuchspersonen am Computer (ein „response switching“ task) oder mit TMS (transcranial magnetic stimulation), oder ich analysiere Daten oder programmiere das Experiment. Egal was es ist, es macht Spaß…
Ich habe auch noch Kurse ab und zu, aber es ist nicht so viel wie letztes Semester, jetzt liegt der Schwerpunkt wirklich auf dem Projekt und das ist mir ganz recht. Die paar Kurse, die wir haben sind auch wirklich gut und meistens nur für 7-10 Leute, also sehr persönlich, aber ich mache einfach lieber praktische Forschung.
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Social stuff :-)
Dieses Wochenende war ich in York und vor zwei Wochen war Anton bei mir – das ist immer super schön, aber ein Wochenende geht auch ziemlich schnell herum…
Ich habe so viele liebe Freundinnen hier am College und die treffe ich immer wieder zwischendrin auf einen Tee/Kaffee/zum Frühstück/Dinner, weil es so viel zu erzählen gibt und einfach gut tut. Wir haben jetzt dieses Semester auch alle zwei Wochen ein „women’s fellowship“ angefangen, da treffen sich nur Mädels (alle von der Graduate Christian Union, die Lust haben) und diskutieren „Mädelskram“, beten, trinken Tee und Kaffee und „schwätzen“ einfach mal über Gott und die Welt. Bisher war es nur einmal, aber auch gleich super! Dann ist dienstags ja auch immer meine Bible Study auf die ich mich immer sehr freue, ich gehe morgens joggen, wenn dir Nacht vorher mehr als 6 Stunden lang war (i.e. letzte Woche war ich nur einmal joggen :-)) Jeden Sonntag ist Brunch mit allen Leuten, die hier im College Doktoranden oder Masterstudierende sind. Die Lisa – meine beste Freundin – hatte Geburtstag und statt in den „pub“ zu gehen auf ein Bier, hat sie sich gewünscht Milchshake zu trinken, das fand ich mal eine gute Idee :) Wir hatten viel Spaß. Und so sammeln sich die „social activities“ und es füllen sich die „Lücken“ im Zeitplan immer schnell noch mit schönen und wertvollen Begegnungen mit lieben Menschen und es geht mir insgesamt gut.
Wenn ihr irgendwelche tieferen Erkenntnisse oder Einsichten bezüglich unserer Entscheidung für die Promotion habt, lasst sie mich wissen, jegliche Argumente für und gegen London und andere Städte sind willkommen ;-)
Ganz liebe Grüße aus Oxford,
Eure Miriam
3.2.2008
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Hallo ihr Lieben,
heute mal wieder ganz liebe Grüße zu euch nach Deutschland, verbunden mit ein paar kurzen „News“ von mir. Prinzipiell gäbe es eine Menge zu erzählen, aber ich werde mich auf das, was wesentlich erscheint (auch wenn es das nicht sein mag!?) beschränken, weil ihr sonst dieses Jahr wahrscheinlich gar nicht mehr von mir hören würdet :-)
Kurzfassung: Forschungsprojekt macht Spaß, Bewerbungsphase ziemlich vorbei, dafür jetzt Interviewphase + Zusage in London --> Entscheidungen für nächstes Jahr zu treffen…
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Anton & ich
Anton und mein wichtigstes Ziel für nächstes Jahr ist es für die Promotion in ein und derselben Stadt (höchstwahrscheinlich in England) zu landen und das hört sich leichter an als es ist und wir beten und hoffen, dass das klappt, und reden viel darüber, wie wir es am besten hinbekommen… Wir sind zuversichtlich, aber rein rational betrachtet ist es gerade nicht klar, wie wir uns – konfrontiert mit Zusagen, die eine Entscheidung binnen einer Woche verlangen – entscheiden sollen. Die Unis machen einem das Vorhaben etwas schwerer als man sich wünscht…
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Bewerbungen
Warum? Ich versuche es kurz zu erklären, aber es spielen viele viele Überlegungen und Faktoren hier mit rein, die ich wahrscheinlich gar nicht in so einem Newletter wiedergeben kann.
Also :-) Wir haben uns ziemlich flächendeckend, zunächst mal in England, für gute PhD Programme oder Labore beworben, wo wir gerne arbeiten würden (angefangen haben wir mit London, Cambridge und Oxford, hatten aber eigentlich bisher geplant, das noch etwas auszuweiten, um die Chancen auf eine Zusage in der gleichen Stadt zu erhöhen, möglicherweise ist das aber nicht mehr möglich).
Da solche Bewerbungen und das Kontaktieren von Professoren ziemlich aufwändig ist, haben wir im Januar (und auch schon im Dezember) viel Zeit in diese Bewerbungen gesteckt. Aber natürlich ist die Promotion eine entscheidende (und lange!) Phase und somit war es und den Aufwand wert.
Die Mühe scheint sich gelohnt zu haben, schon jetzt wurde Anton zu einem Interview am Imperial College eingeladen (12.2.) und ich zu einem am University College (29.1.), beide Unis sind in London, und auch viele andere Professoren haben ihr Interesse schon ziemlich direkt geäußert und werden uns vermutlich in Kürze zu einem Interview einladen. Es sieht also eigentlich sehr gut aus, und scheinbar werden wir viele Möglichkeiten zur Auswahl zu haben. Aber natürlich spielt auch die finanzielle Unterstützung eine große Rolle, denn das Studium in England ist teuer. Das heißt eine Stelle kann man nicht antreten, wenn man nicht gleichzeitig noch ein Stipendium angeboten bekommt.
Wie ihr oben an den zwei Interviewterminen sehen könnte, haben alle Unis verschiedene Zeiten, wo sie ihre Interviews halten und Entscheidungen treffen, und das ist es eigentlich, was die Situation gerade jetzt schwierig macht. Mir wurde nur zwei Tage nach dem Interview in London, also am letzten Donnerstag, ein Platz am UCL angeboten, inklusive viel Geld, aber mit der Nebenbemerkung, ich habe eine Woche Zeit um mich zu entscheiden! Vermutlich habe ich es geschafft, sie noch um eine zweite Woche herauszuzögern (das erfahre ich morgen), aber das ist alles… Auch bis zum 15.2. weiß Anton mit großer Wahrscheinlichkeit nicht, ob er in London genommen wird. Klar glauben wir fest daran, dass er gute Chancen hat, aber es ist ein gewisses Risiko dabei, weil wir einfach von den Bewerbungszahlen und Chancen in seinem Programm nicht viel wissen… (bei meinem Programm z.B. waren es 300 Bewerber auf nur 6 Stellen, da muss man auch als ausgezeichneter Kandidat damit rechnen, abgelehnt zu werden und sich Alternativen offen halten …)
Wir können also euer Gebet gebrauchen, wir brauchen jetzt wirklich die richtige Eingebung und viel Weisheit und Klarheit darüber, was die richtige Entscheidung ist, ob ich dieses Angebot mit einem gewissen Risiko annehme, oder nicht!
Das Programm wäre eine 4-jährige Promotion und das University College London ist einer der besten Orte für die Neurowissenschaften weltweit (wer sich für die Statistiken interessiert http://www.physiol.ucl.ac.uk/postgraduates/index.php?section=2 und http://www.physiol.ucl.ac.uk/postgraduates/4yr_science_publ.php zeigen, wie gut die Studenten in dem Programm im Gegensatz zu woanders abgeschnitten haben). Es ist eines der besten Angebote, die ich kriegen kann, auf der anderen Seite versuche ich mich davon nicht zu sehr beeindrucken zu lassen, denn ich habe auch schon zwei andere Angebote, die gut wären (eins für ein 3-jähriges PhD Programm am Functional Imaging Laboratory (FIL), was auch am UCL in London ist, und eins – eher inoffiziell – für Oxford mit Matthew Rushworth mit dem ich gerade jetzt auch arbeite, er ist super!). Ich glaube keines der Programme würde mich mehr oder weniger glücklich machen, alle sind super, deshalb kann die Entscheidung rein akademisch kaum falsch sein, aber das wichtigste: Ich würde gerne erst wissen, wo Anton genommen wird bevor ich mich für irgendwas entscheide, aber gleichzeitig sind wir uns beide einig (alle Entscheidungen werden im Moment im Doppelpack gefällt!), dass es schon etwas dumm sein würde, dieses (auch finanziell gut (!) geförderte) Angebot in London abzulehnen und dann erfährt Anton evtl. zwei Wochen später, dass er in London genommen wurde und ich habe meine Chance verspielt. (Randbemerkung: Ich kann es nicht annehmen und andere Bewerbungen noch gleichzeitig weiterlaufen lassen, das ist verboten, sobald ich die Stelle zusage, muss ich alle anderen Bewerbungen „canceln“.)
Wir beschweren uns nicht, denn sicherlich ist es besser zu viele gute Angebote zu kriegen als keine, aber die Situation ist etwas tricky! :-) Ihr habt es hoffentlich verstanden ;-)
Gleichzeitig glauben wir auch, dass die Wahrscheinlichkeit an einem Ort was zu finden in London einfach am größten ist, weil die Stadt zig Unis hat und auch noch viele Vororte Unis haben, so dass man eigentlich davon ausgehen kann, dass Anton da auch etwas findet… We will see :-)
Und von London kommt man auch was das Ausland betrifft am schnellsten zurück aufs Festland!!
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Mein Forschungsprojekt
Neben all diesen Bewerbungshochs und -tiefs, Interviewvorbereitungen, Entscheidungen, … geht das “normale” Studentenleben weiter und das ist auch gut so ;) Ich habe ja im Januar mein erstes Forschungsprojekt hier in Oxford begonnen und arbeite im Labor von Dr. Matthew Rushworth und das ist super – ihr kennt mich ja von meinen Berichten vom M.I.T. schon gut genug und ich könnte alles praktisch genauso wiedergeben, Forschung ist einfach GENIAL! Ich könnte den ganzen Tag und die ganze Nacht einfach nur im Lab verbringen, dir Arbeit macht wirklich einfach so viel Spaß. Die Atmosphäre stimmt, die Leute fantastisch, die Betreuung ist super und das Projekt ist spannend. Ich werde heute nicht ins Detail gehen, was ich untersuche, die meiste Zeit teste ich Versuchspersonen am Computer (ein „response switching“ task) oder mit TMS (transcranial magnetic stimulation), oder ich analysiere Daten oder programmiere das Experiment. Egal was es ist, es macht Spaß…
Ich habe auch noch Kurse ab und zu, aber es ist nicht so viel wie letztes Semester, jetzt liegt der Schwerpunkt wirklich auf dem Projekt und das ist mir ganz recht. Die paar Kurse, die wir haben sind auch wirklich gut und meistens nur für 7-10 Leute, also sehr persönlich, aber ich mache einfach lieber praktische Forschung.
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Social stuff :-)
Dieses Wochenende war ich in York und vor zwei Wochen war Anton bei mir – das ist immer super schön, aber ein Wochenende geht auch ziemlich schnell herum…
Ich habe so viele liebe Freundinnen hier am College und die treffe ich immer wieder zwischendrin auf einen Tee/Kaffee/zum Frühstück/Dinner, weil es so viel zu erzählen gibt und einfach gut tut. Wir haben jetzt dieses Semester auch alle zwei Wochen ein „women’s fellowship“ angefangen, da treffen sich nur Mädels (alle von der Graduate Christian Union, die Lust haben) und diskutieren „Mädelskram“, beten, trinken Tee und Kaffee und „schwätzen“ einfach mal über Gott und die Welt. Bisher war es nur einmal, aber auch gleich super! Dann ist dienstags ja auch immer meine Bible Study auf die ich mich immer sehr freue, ich gehe morgens joggen, wenn dir Nacht vorher mehr als 6 Stunden lang war (i.e. letzte Woche war ich nur einmal joggen :-)) Jeden Sonntag ist Brunch mit allen Leuten, die hier im College Doktoranden oder Masterstudierende sind. Die Lisa – meine beste Freundin – hatte Geburtstag und statt in den „pub“ zu gehen auf ein Bier, hat sie sich gewünscht Milchshake zu trinken, das fand ich mal eine gute Idee :) Wir hatten viel Spaß. Und so sammeln sich die „social activities“ und es füllen sich die „Lücken“ im Zeitplan immer schnell noch mit schönen und wertvollen Begegnungen mit lieben Menschen und es geht mir insgesamt gut.
Wenn ihr irgendwelche tieferen Erkenntnisse oder Einsichten bezüglich unserer Entscheidung für die Promotion habt, lasst sie mich wissen, jegliche Argumente für und gegen London und andere Städte sind willkommen ;-)
Ganz liebe Grüße aus Oxford,
Eure Miriam
Sunday, December 23, 2007
The last term in short form
META-OXFORD-GERMANY-NEWS 24.12.2007
einschließlich Oxford-News 3
vom 26.11.2007
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Ihr lieben, lange vernachlässigten Leser!
Dieser Blog sollte am 26.11. (und auch davor schon lange) veröffentlicht werden und ich schreibe euch jetzt auch die Version von damals (in kursiv) und füge noch ein paar Kommentare zu dem, was seitdem passiert ist, dazu.
Dieser Blog wird wahrscheinlich verhältnismäßig kurz, ich will eigentlich nur sagen, dass ich es mir gut geht und ich hier in Oxford irgendwie keine Zeit mehr habe um Blogs zu schreiben *schmunzel*
Es klingt verrückt, ich dachte immer noch beschäftigter als bisher schon – das geht kaum mehr, aber alles auf der Welt kann man noch toppen… Jetzt ist gerade so viel auf einmal hier los, dass ich wirklich diese Briefe an euch, die prinzipiell oberste Priorität für mich haben, immer wieder nach hinten verschieben muss. Und wenn ich jetzt nicht kurz schreibe, dann wahrscheinlich gar nicht mehr vor Weihnachten (Kommentar neu: „wahrscheinlich“ ist wahrscheinlich Wahrheit geworden, der Versuch es kurz zu halten hat auch nicht geholfen – wie ihr seht ist es leider schon Weihnachten geworden). Deshalb heute nur in kurzen Stichpunkten ein Update von dem was ich tue… Ich sitze gerade im Bus von Cambridge nach Oxford, aber dazu später mehr, mal sehen wie lange ich mich konzentrieren kann ;-)
Kurzfassung: Es geht mir super – ich habe mich richtig gut eingelebt, lerne fleißig und fahre in der Weltgeschichte herum Und mittlerweile ist das erste Semester gut überstanden!
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Die Uni
Master in Neuroscience Ich habe noch nicht mal irgendeinen Brief über die Vorlesungen, die Struktur meines Masterprogramms, also das, für was ich eigentlich hierher gekommen bin geschrieben, und schon ist der erste „Term“ (= Semester) fast herum (jetzt wirklich herum), unglaublich. Also, kurz noch mal nachholen, was ihr verpasst habt.
- Der Master ist hier in England 12 Monate lang, also bis nächsten September 2008.
- In den ersten drei Monaten bis Weihnachten habe ich einführende Kurse in 5 Bereichen der Neurowissenschaften (Ein Einführungsmodul, Anatomie, Molekular- und Zellbiologie, Systemische Neurowissenschaften und noch eins ) .
- Nächsten Mittwoch habe ich das „qualifizierende Examen“, das mir erlaubt weiter zu studieren, wenn ich es bestehe (es beinhaltet den kompletten Stoff der Einführungsmodule). (Das war am 5.12. und ich habe bestanden *freu*)

Foto von dem Kurs nach der Klausur (alle müssen natürlich wieder Oxford-Traditions-Kleidung zum Klausur schreiben tragen und nach der Klausur "flippen alle aus" - war echt lustig!)
- Ab Januar habe ich dann fortgeschrittene Veranstaltungen zu 40% meiner Zeit und ein erstes Forschungsprojekt, was 60% meiner Zeit in Anspruch nimmt. (ich kann es wirklich kaum erwarten endlich wieder zu forschen!)
- Das gleiche wiederholt sich ab Mai noch mal mit einem neuen zweiten Forschungsprojekt und der zweiten Runde von fortgeschritteneren Kursen.
- Insgesamt sind wir 22 Studis in unserem Kurs („Klasse“ kann man schon fast sagen).
- Alles sind super-nett, das Programm wirklich gut organisiert etc.
Kurse Ich will euch nicht lange mit den Kursen langweilen, aber sie sind super und machen Spaß. Die Profs sind echt kompetent, und dadurch, dass der Kurs so klein ist, ist die Arbeitsatmosphäre wirklich gut und intensiv! Aber jetzt sind die Kurse schon fast wieder vorbei für dieses Semester… Ja, sind sie :-)

Nach der Klausur mussten wir natürlich in den Pub!
Projektwahl Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt dieses ersten Semesters ist es auch, die Forschungsprojekte für das nächste und übernächste Semester zu wählen. Dafür haben wir ein „kleines“ Buch bekommen, in dem 100 Projekte stehen aus denen wir wählen können (und natürlich können wir an Professoren herantreten, wenn wir eigene Ideen haben). Das hat viel Zeit gekostet, denn ich habe mit mindestens 15 Leuten über Projekte diskutiert, ihre Labore angesehen etc. um besser entscheiden zu können, was mir gefällt und wo ich gerne arbeiten würde und an was für einer Fragestellung. Nach langem Hin und Her habe ich mich für ein Projekt, was ich in sich super-spannend finde entschieden (Transcranial Magnetic Stimulation in Matthew Rushworth’s lab für Insider) und für ein ganz anderes Projekt in der Pharmakologie mit single cell recording, wo es um die Schizophrenie-Forschung geht… Ich lerne in diesem zweiten Projekt dann auch wie man Brain slices macht, und unterm Mikroskop anguckt… Dies Projekt mache ich wirklich aus Gründen der Horizonterweiterung, weil ich da ganz viele neue Sachen lernen kann, mit denen ich sonst (und vermutlich in der Zukunft) wohl eher nicht mehr mit zu tun hätte, aber davon erfahrt ihr sicher mehr, wenn es soweit ist. Die Entscheidungsphase war ziemlich „busy“ aber wirklich sehr interessant, denn ich habe mit so vielen Professoren und Studenten geredet und spannende Labore kennen gelernt.
Leute Mit den Leuten von meinem Kurs komme ich super klar, wir haben auch schon “study groups” gebildet um jetzt für die Abschlussklausur gemeinsam den Stoff der Vorlesungen zu wiederholen etc., echt ein sehr „sozialer“ Kurs ;) Ich vermisse meine Lerngruppe schon jetzt, wo das Semester vorbei ist. Ist verrückt, aber es waren wirklich intensive gute Lernzeiten mit viel Spaß und Pizzataxi *smile*


Hier ein Bild von einer gemeinsamen verrückten Essen mit den Kursleuten und ein Gruppenbild.
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Social stuff
Bible Study Ich muss es kurz machen, mir wird im Bus nämlich schlecht, wenn ich nicht nach draußen gucke, merke ich gerade: Ich habe auch – mal wieder – eine tolle internationale Bible Study für Postgrads (also Leute die wie ich ihren zweiten oder dritten Abschluss, also Master oder Promotion machen) gefunden, wir treffen uns einmal in der Woche, es ist toll :-)
MCR Mein College organisiert auch ganz viele “social events”, so viele, dass man schon gar nicht mehr überall hingehen kann, aber es ist sehr schön, dass immer viel los ist und man überall viele nette Leute treffen kann.
Neuer Kommentar: Mir wurde nahegelegt, ich solle in meinen Emails doch lieber ein „realistischeres“ Bild vermitteln und nicht nur das „Schöne/Positive/Gute“ berichten, aber an dieser Stelle frage ich mich wirklich gerade, was es über das „social life“ in Oxford und unseren Kurs negatives zur berichten gäbe. Ich muss euch da leider enttäuschen, sorry wenn es für einige oder einzelne zu positiv oder unrealistisch klingt, es entspricht der Realität und dafür bin ich auch sehr dankbar :-)
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Andere Aktivitäten
Wahrscheinlich bin auch deswegen viel beschäftigt, weil unter der Woche alles mit Uni voll ist und dann die Wochenenden oft „wegfallen“, weil ich entweder zu Anton nach York fahre, oder Anton zu mir nach Oxford kommt oder wir beide nach London fahren (Stipendiaten-Treffen vor einer Woche zum Beispiel) oder ich nach Deutschland fliege – das ist die Kurzbeschreibung von vielen spannenden und schönen Wochenenden, die ich nicht missen möchte in den letzten Monaten!



Hier zum Beispiel Bilder von meinen Sisters und mir, von dem Wochenende, wo sie mich besucht haben.
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PhD Bewerbungen
Und ein nicht zu vernachlässigender anderer Aspekt, der fast mehr Zeit raubt als ich eigentlich in den Kurs stecke, ist die Bewerbungsphase für die Promotion, die auf Hochtouren läuft. Man will es immer lieber nicht wahrhaben, aber ich muss mich schon wieder ziemlich früh um das kümmern, was ich in einem Jahr nach dem Master machen will… Und da Anton und ich gerne in die gleiche Stadt möchten, müssen wir uns möglichst flächendeckend bewerben um irgendwo in der gleichen Stadt funding (Geld) und eine Doktorandenstelle zu bekommen. Das ist gar nicht so einfach. Im Moment gucken wir hier in England herum, weil die Deadlines da sehr bald sind (eine im Dezember noch und im Januar bei den meisten). Aktueller Kommentar: Die erste Bewerbung in Cambridge haben wir jetzt schon eingereicht! Das ist der Grund warum ich jetzt gerade von Cambridge zurück fahre. Da habe ich heute Forscher getroffen, die daran interessiert wären, mich als PhD Student zu nehmen. Es ist toll, wie sich endlich mal der Spieß umdreht… Bisher musste man als Student immer um die Plätze kämpfen und jetzt kämpfen die Professoren um gute Promotionskandidaten…
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KD in Oxford
Versprochen ist versprochen. Meinem „zukünftigen Schwiegervater“ (nein nein, ihr habt nichts verpasst, aber wenn er mich anderen schon als seine Schwiegertochter vorstellt muss ich mich ja revanchieren!) habe ich versprochen noch von seinem Superevent hier in Oxford zu erzählen. Also vielmehr davon, dass es „interessanter war als ich erwartet habe“, ein Ausspruch von mir, der ihn empört hat *schmunzel*
Jetzt noch mal richtig von vorne für alle, die es noch nicht wissen: KD, Antons Daddy, hat einen Verlag in Frankfurt – der heißt Stroemfeld-Verlag und macht dort ganz besondere und einzigartige Ausgaben von sehr guter und anspruchsvoller Literatur (siehe http://www.stroemfeld.de/index1.htm), unter anderem haben sie die Handschriften Kafkas herausgegeben und um diese vorzustellen kam KD nach Oxford. Ich bin auch dorthin gegangen, und habe eher nicht erwartet, dass mich das Event „vom Hocker reißen würde“ (einfach weil ich kein Kafka-Fan bin…) – aber es war wirklich sehr interessant für jemanden, der nicht mehr so viel mit so einer Art von Literatur zu tun hat! ;-)
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Ich wünsche euch allen eine gesegnete Adventszeit!
Naja, das war das Schlusswort Ende November, was jetzt wohl nicht mehr ganz so gut passt. Die Adventszeit ist leider fast herum, aber ich habe es nicht geschafft, obige Email noch im Advent fertig zu stellen. Dafür kann ich euch jetzt schon ein ganz schönes Weihnachtsfest wünschen und denen, die ich nicht mehr persönlich sehe natürlich auch alles Gute für das neue Jahr!
Ich bin über Weihnachten und Silvester in Deutschland und im Moment in Kassel und genieße die Zeit mit Geschwistern und Verwandten – aber auch einer Freundin aus Oxford, Lisa, die Weihnachten mit uns hier verbringt. Am 3.1. fliege ich dann wieder zurück nach Oxford und es wartet ein neues spannendes Semester auf mich.
Ganz liebe Grüße aus dem schönen Oxford, nein aus Deutschland mittlerweile ;-)
Eure Miriam
einschließlich Oxford-News 3
vom 26.11.2007
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Ihr lieben, lange vernachlässigten Leser!
Dieser Blog sollte am 26.11. (und auch davor schon lange) veröffentlicht werden und ich schreibe euch jetzt auch die Version von damals (in kursiv) und füge noch ein paar Kommentare zu dem, was seitdem passiert ist, dazu.
Dieser Blog wird wahrscheinlich verhältnismäßig kurz, ich will eigentlich nur sagen, dass ich es mir gut geht und ich hier in Oxford irgendwie keine Zeit mehr habe um Blogs zu schreiben *schmunzel*
Es klingt verrückt, ich dachte immer noch beschäftigter als bisher schon – das geht kaum mehr, aber alles auf der Welt kann man noch toppen… Jetzt ist gerade so viel auf einmal hier los, dass ich wirklich diese Briefe an euch, die prinzipiell oberste Priorität für mich haben, immer wieder nach hinten verschieben muss. Und wenn ich jetzt nicht kurz schreibe, dann wahrscheinlich gar nicht mehr vor Weihnachten (Kommentar neu: „wahrscheinlich“ ist wahrscheinlich Wahrheit geworden, der Versuch es kurz zu halten hat auch nicht geholfen – wie ihr seht ist es leider schon Weihnachten geworden). Deshalb heute nur in kurzen Stichpunkten ein Update von dem was ich tue… Ich sitze gerade im Bus von Cambridge nach Oxford, aber dazu später mehr, mal sehen wie lange ich mich konzentrieren kann ;-)
Kurzfassung: Es geht mir super – ich habe mich richtig gut eingelebt, lerne fleißig und fahre in der Weltgeschichte herum Und mittlerweile ist das erste Semester gut überstanden!
---------------------------------------------
Die Uni
Master in Neuroscience Ich habe noch nicht mal irgendeinen Brief über die Vorlesungen, die Struktur meines Masterprogramms, also das, für was ich eigentlich hierher gekommen bin geschrieben, und schon ist der erste „Term“ (= Semester) fast herum (jetzt wirklich herum), unglaublich. Also, kurz noch mal nachholen, was ihr verpasst habt.
- Der Master ist hier in England 12 Monate lang, also bis nächsten September 2008.
- In den ersten drei Monaten bis Weihnachten habe ich einführende Kurse in 5 Bereichen der Neurowissenschaften (Ein Einführungsmodul, Anatomie, Molekular- und Zellbiologie, Systemische Neurowissenschaften und noch eins ) .
- Nächsten Mittwoch habe ich das „qualifizierende Examen“, das mir erlaubt weiter zu studieren, wenn ich es bestehe (es beinhaltet den kompletten Stoff der Einführungsmodule). (Das war am 5.12. und ich habe bestanden *freu*)

Foto von dem Kurs nach der Klausur (alle müssen natürlich wieder Oxford-Traditions-Kleidung zum Klausur schreiben tragen und nach der Klausur "flippen alle aus" - war echt lustig!)
- Ab Januar habe ich dann fortgeschrittene Veranstaltungen zu 40% meiner Zeit und ein erstes Forschungsprojekt, was 60% meiner Zeit in Anspruch nimmt. (ich kann es wirklich kaum erwarten endlich wieder zu forschen!)
- Das gleiche wiederholt sich ab Mai noch mal mit einem neuen zweiten Forschungsprojekt und der zweiten Runde von fortgeschritteneren Kursen.
- Insgesamt sind wir 22 Studis in unserem Kurs („Klasse“ kann man schon fast sagen).
- Alles sind super-nett, das Programm wirklich gut organisiert etc.
Kurse Ich will euch nicht lange mit den Kursen langweilen, aber sie sind super und machen Spaß. Die Profs sind echt kompetent, und dadurch, dass der Kurs so klein ist, ist die Arbeitsatmosphäre wirklich gut und intensiv! Aber jetzt sind die Kurse schon fast wieder vorbei für dieses Semester… Ja, sind sie :-)

Nach der Klausur mussten wir natürlich in den Pub!
Projektwahl Ein nicht zu vernachlässigender Aspekt dieses ersten Semesters ist es auch, die Forschungsprojekte für das nächste und übernächste Semester zu wählen. Dafür haben wir ein „kleines“ Buch bekommen, in dem 100 Projekte stehen aus denen wir wählen können (und natürlich können wir an Professoren herantreten, wenn wir eigene Ideen haben). Das hat viel Zeit gekostet, denn ich habe mit mindestens 15 Leuten über Projekte diskutiert, ihre Labore angesehen etc. um besser entscheiden zu können, was mir gefällt und wo ich gerne arbeiten würde und an was für einer Fragestellung. Nach langem Hin und Her habe ich mich für ein Projekt, was ich in sich super-spannend finde entschieden (Transcranial Magnetic Stimulation in Matthew Rushworth’s lab für Insider) und für ein ganz anderes Projekt in der Pharmakologie mit single cell recording, wo es um die Schizophrenie-Forschung geht… Ich lerne in diesem zweiten Projekt dann auch wie man Brain slices macht, und unterm Mikroskop anguckt… Dies Projekt mache ich wirklich aus Gründen der Horizonterweiterung, weil ich da ganz viele neue Sachen lernen kann, mit denen ich sonst (und vermutlich in der Zukunft) wohl eher nicht mehr mit zu tun hätte, aber davon erfahrt ihr sicher mehr, wenn es soweit ist. Die Entscheidungsphase war ziemlich „busy“ aber wirklich sehr interessant, denn ich habe mit so vielen Professoren und Studenten geredet und spannende Labore kennen gelernt.
Leute Mit den Leuten von meinem Kurs komme ich super klar, wir haben auch schon “study groups” gebildet um jetzt für die Abschlussklausur gemeinsam den Stoff der Vorlesungen zu wiederholen etc., echt ein sehr „sozialer“ Kurs ;) Ich vermisse meine Lerngruppe schon jetzt, wo das Semester vorbei ist. Ist verrückt, aber es waren wirklich intensive gute Lernzeiten mit viel Spaß und Pizzataxi *smile*


Hier ein Bild von einer gemeinsamen verrückten Essen mit den Kursleuten und ein Gruppenbild.
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Social stuff
Bible Study Ich muss es kurz machen, mir wird im Bus nämlich schlecht, wenn ich nicht nach draußen gucke, merke ich gerade: Ich habe auch – mal wieder – eine tolle internationale Bible Study für Postgrads (also Leute die wie ich ihren zweiten oder dritten Abschluss, also Master oder Promotion machen) gefunden, wir treffen uns einmal in der Woche, es ist toll :-)
MCR Mein College organisiert auch ganz viele “social events”, so viele, dass man schon gar nicht mehr überall hingehen kann, aber es ist sehr schön, dass immer viel los ist und man überall viele nette Leute treffen kann.
Neuer Kommentar: Mir wurde nahegelegt, ich solle in meinen Emails doch lieber ein „realistischeres“ Bild vermitteln und nicht nur das „Schöne/Positive/Gute“ berichten, aber an dieser Stelle frage ich mich wirklich gerade, was es über das „social life“ in Oxford und unseren Kurs negatives zur berichten gäbe. Ich muss euch da leider enttäuschen, sorry wenn es für einige oder einzelne zu positiv oder unrealistisch klingt, es entspricht der Realität und dafür bin ich auch sehr dankbar :-)
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Andere Aktivitäten
Wahrscheinlich bin auch deswegen viel beschäftigt, weil unter der Woche alles mit Uni voll ist und dann die Wochenenden oft „wegfallen“, weil ich entweder zu Anton nach York fahre, oder Anton zu mir nach Oxford kommt oder wir beide nach London fahren (Stipendiaten-Treffen vor einer Woche zum Beispiel) oder ich nach Deutschland fliege – das ist die Kurzbeschreibung von vielen spannenden und schönen Wochenenden, die ich nicht missen möchte in den letzten Monaten!



Hier zum Beispiel Bilder von meinen Sisters und mir, von dem Wochenende, wo sie mich besucht haben.
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PhD Bewerbungen
Und ein nicht zu vernachlässigender anderer Aspekt, der fast mehr Zeit raubt als ich eigentlich in den Kurs stecke, ist die Bewerbungsphase für die Promotion, die auf Hochtouren läuft. Man will es immer lieber nicht wahrhaben, aber ich muss mich schon wieder ziemlich früh um das kümmern, was ich in einem Jahr nach dem Master machen will… Und da Anton und ich gerne in die gleiche Stadt möchten, müssen wir uns möglichst flächendeckend bewerben um irgendwo in der gleichen Stadt funding (Geld) und eine Doktorandenstelle zu bekommen. Das ist gar nicht so einfach. Im Moment gucken wir hier in England herum, weil die Deadlines da sehr bald sind (eine im Dezember noch und im Januar bei den meisten). Aktueller Kommentar: Die erste Bewerbung in Cambridge haben wir jetzt schon eingereicht! Das ist der Grund warum ich jetzt gerade von Cambridge zurück fahre. Da habe ich heute Forscher getroffen, die daran interessiert wären, mich als PhD Student zu nehmen. Es ist toll, wie sich endlich mal der Spieß umdreht… Bisher musste man als Student immer um die Plätze kämpfen und jetzt kämpfen die Professoren um gute Promotionskandidaten…
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KD in Oxford
Versprochen ist versprochen. Meinem „zukünftigen Schwiegervater“ (nein nein, ihr habt nichts verpasst, aber wenn er mich anderen schon als seine Schwiegertochter vorstellt muss ich mich ja revanchieren!) habe ich versprochen noch von seinem Superevent hier in Oxford zu erzählen. Also vielmehr davon, dass es „interessanter war als ich erwartet habe“, ein Ausspruch von mir, der ihn empört hat *schmunzel*
Jetzt noch mal richtig von vorne für alle, die es noch nicht wissen: KD, Antons Daddy, hat einen Verlag in Frankfurt – der heißt Stroemfeld-Verlag und macht dort ganz besondere und einzigartige Ausgaben von sehr guter und anspruchsvoller Literatur (siehe http://www.stroemfeld.de/index1.htm), unter anderem haben sie die Handschriften Kafkas herausgegeben und um diese vorzustellen kam KD nach Oxford. Ich bin auch dorthin gegangen, und habe eher nicht erwartet, dass mich das Event „vom Hocker reißen würde“ (einfach weil ich kein Kafka-Fan bin…) – aber es war wirklich sehr interessant für jemanden, der nicht mehr so viel mit so einer Art von Literatur zu tun hat! ;-)
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Ich wünsche euch allen eine gesegnete Adventszeit!
Naja, das war das Schlusswort Ende November, was jetzt wohl nicht mehr ganz so gut passt. Die Adventszeit ist leider fast herum, aber ich habe es nicht geschafft, obige Email noch im Advent fertig zu stellen. Dafür kann ich euch jetzt schon ein ganz schönes Weihnachtsfest wünschen und denen, die ich nicht mehr persönlich sehe natürlich auch alles Gute für das neue Jahr!
Ich bin über Weihnachten und Silvester in Deutschland und im Moment in Kassel und genieße die Zeit mit Geschwistern und Verwandten – aber auch einer Freundin aus Oxford, Lisa, die Weihnachten mit uns hier verbringt. Am 3.1. fliege ich dann wieder zurück nach Oxford und es wartet ein neues spannendes Semester auf mich.
Ganz liebe Grüße aus dem schönen Oxford, nein aus Deutschland mittlerweile ;-)
Eure Miriam
Sunday, October 14, 2007
Matriculation - a really special weekend
Dieses Mal erzähle ich euch einfach von diesem Wochenende, mehr anhand von Bildern, also sozusagen eine „Photostory“ :-)
This time, I will tell you about my last weekend, rather with the help of pictures than with words – a “photo story” if you want :-)

Am Freitagabend kam Anton hier in Oxford an und wir haben das erste formale Dinner in der schönen großen “hall” (Essenssaal) meines Colleges genossen. Gutes Essen, gute Atmosphäre und liebe Leute. Auf dem Bild seht ihr neben Anton und mir noch Jessica, eine meiner besten Freundinnen hier am College. Sie ist aus Amerika und auch Christ.
On Friday, Anton arrived here in Oxford and we enjoyed our first formal dinner in the beautiful hall of my College. Good food, a great atmosphere, and really nice people. On the picture you see not only Anton and me, but also one of my best friends here at my College, Jessica. She is from the US and also a Christian!

Samstag war der Tag der großen "Matriculation". Das ist der Ausdruck für den formalen Prozess des "In-Die-Uni-Aufgenommen-Werdens".
On Saturday, I had to go the the Matriculation ceremony. This is the formal process of becoming an official member of the university.
Es gibt sehr strenge Kleidervorschriften, von den schwarzen Socken bis zur schwarzen Krawatte und dem komischen Hut, den man aber nur mittragen muss und nicht aufsetzten darf…
There are a lot of rules about what to wear, from the black socks to the black tie and the mortar board that we have to carry around but must not wear…

Früh morgens haben sich alle neuen Studierende („freshers“) unseres Colleges um 8:30 im Hof getroffen, wo erstmal laut alle Namen ausgerufen wurden, so dass kontrolliert werden konnte, dass keiner fehlt.
Early in the morning at 8:30 am, all freshers of our college had to show up in the old buildings quadrangle and all names were shouted out to assure that everyone was there.
Auch wenn viele noch vom vorigen Abend müde waren, hatten wir viel Spaß und beschäftigten uns mit Photos schießen :-) Hier seht ihr die beiden „Lisas“, die mit mir auf einem Flur wohnen uns somit die Küche mit mir teilen.
Even if many of us were still a little tired from the evening before, we had a lot of fun and were busy taking pictures :-) On this picture you see two “Lisas”, they both live on my floor and we share the kitchen.



Und dann ging’s los… vom College hin zum Sheldonian Theatre, wo die offizielle Zeremonie statt fand… Zunächst einmal aber ordentlich in Reihen aufstellen bevor man eingelassen wurde :-) Durch das Tor zum Theatre wurden jedoch Eltern oder persönliche Photographen (Anton) leider nicht durchgelassen. Deswegen gibt’s leider keine Photos von der eigentlichen Zeremonie. Das Gebäude ist natürlich sehr sehenswert und atemberaubend, aber die Zeremonie selber bestand wirklich nur aus ein paar Sätzen, und diese zum Teil noch auf Lateinisch. Schon witzig!
And then it started… We headed off from our College to the Sheldonian Theatre where the actual ceremony took place. Of course we had to stand very nicely ordered in rows before being able to enter the theatre. Unfortunately, parents or personal photographers (Anton) weren’t allowed to go through the gate you can see on the picture. Therefore, I can’t show you photos from the actual ceremony. The building is of course worth seeing and very stunning, but the ceremony itself consisted of a few sentences, partly even in Latin… Very funny!

Schon wieder fertig, da bin ich wieder :-)
Already done, I'm back :-)
Und jetzt hieß es: Zurück zum College, das jährliche Gruppenphoto und Einzelphotos standen an.
And then, everyone headed back to College – the annual group picture had to be taken, as well as individual photographs.
Für das Photo: Erstmal nach Größe aufstellen – gar nicht diskriminierend oder so :-) Aber das muss ja alles seine Ordnung haben. Und dann: Der Rest erklärt sich von selbst…
For the picture "please arrange according to size" – not at all discriminating :-) But of course, everything had to be ordered and nicely arranged. For the rest: Just have a look at the pictures, they're selfexplaining ...








Jetzt bin ich eine offizieller Oxford-Studentin!
Ich sage danke an den super-Photographen und hoffe, ihr habt einen Eindruck von meinem „Studium“ im verrückten wunderschönen Oxford :-) Der Rest des Wochenendes war auch sehr schön. Anton die Stadt zeigen, spazieren gehen, unterhalten, gemeinsam in den Gottesdienst gehen, brunchen…
Alles Liebe und bis zum nächsten Mal, Mirie
Now, I’m officially matriculated at Oxford!
I want to say thanks to the great photogapher and I hope you all got some impression about my “studies” here in the beautiful but crazy place Oxford :-) The rest of my weekend was also really nice. I showed the city to Anton, we took a walk, had time to talk, went to church together, had a nice brunch…
Best wishes, talk to you soon, Mirie
This time, I will tell you about my last weekend, rather with the help of pictures than with words – a “photo story” if you want :-)

Am Freitagabend kam Anton hier in Oxford an und wir haben das erste formale Dinner in der schönen großen “hall” (Essenssaal) meines Colleges genossen. Gutes Essen, gute Atmosphäre und liebe Leute. Auf dem Bild seht ihr neben Anton und mir noch Jessica, eine meiner besten Freundinnen hier am College. Sie ist aus Amerika und auch Christ.
On Friday, Anton arrived here in Oxford and we enjoyed our first formal dinner in the beautiful hall of my College. Good food, a great atmosphere, and really nice people. On the picture you see not only Anton and me, but also one of my best friends here at my College, Jessica. She is from the US and also a Christian!

Samstag war der Tag der großen "Matriculation". Das ist der Ausdruck für den formalen Prozess des "In-Die-Uni-Aufgenommen-Werdens".
On Saturday, I had to go the the Matriculation ceremony. This is the formal process of becoming an official member of the university.
Es gibt sehr strenge Kleidervorschriften, von den schwarzen Socken bis zur schwarzen Krawatte und dem komischen Hut, den man aber nur mittragen muss und nicht aufsetzten darf…
There are a lot of rules about what to wear, from the black socks to the black tie and the mortar board that we have to carry around but must not wear…

Früh morgens haben sich alle neuen Studierende („freshers“) unseres Colleges um 8:30 im Hof getroffen, wo erstmal laut alle Namen ausgerufen wurden, so dass kontrolliert werden konnte, dass keiner fehlt.
Early in the morning at 8:30 am, all freshers of our college had to show up in the old buildings quadrangle and all names were shouted out to assure that everyone was there.
Auch wenn viele noch vom vorigen Abend müde waren, hatten wir viel Spaß und beschäftigten uns mit Photos schießen :-) Hier seht ihr die beiden „Lisas“, die mit mir auf einem Flur wohnen uns somit die Küche mit mir teilen.
Even if many of us were still a little tired from the evening before, we had a lot of fun and were busy taking pictures :-) On this picture you see two “Lisas”, they both live on my floor and we share the kitchen.



Und dann ging’s los… vom College hin zum Sheldonian Theatre, wo die offizielle Zeremonie statt fand… Zunächst einmal aber ordentlich in Reihen aufstellen bevor man eingelassen wurde :-) Durch das Tor zum Theatre wurden jedoch Eltern oder persönliche Photographen (Anton) leider nicht durchgelassen. Deswegen gibt’s leider keine Photos von der eigentlichen Zeremonie. Das Gebäude ist natürlich sehr sehenswert und atemberaubend, aber die Zeremonie selber bestand wirklich nur aus ein paar Sätzen, und diese zum Teil noch auf Lateinisch. Schon witzig!
And then it started… We headed off from our College to the Sheldonian Theatre where the actual ceremony took place. Of course we had to stand very nicely ordered in rows before being able to enter the theatre. Unfortunately, parents or personal photographers (Anton) weren’t allowed to go through the gate you can see on the picture. Therefore, I can’t show you photos from the actual ceremony. The building is of course worth seeing and very stunning, but the ceremony itself consisted of a few sentences, partly even in Latin… Very funny!

Schon wieder fertig, da bin ich wieder :-)
Already done, I'm back :-)
Und jetzt hieß es: Zurück zum College, das jährliche Gruppenphoto und Einzelphotos standen an.
And then, everyone headed back to College – the annual group picture had to be taken, as well as individual photographs.
Für das Photo: Erstmal nach Größe aufstellen – gar nicht diskriminierend oder so :-) Aber das muss ja alles seine Ordnung haben. Und dann: Der Rest erklärt sich von selbst…
For the picture "please arrange according to size" – not at all discriminating :-) But of course, everything had to be ordered and nicely arranged. For the rest: Just have a look at the pictures, they're selfexplaining ...








Jetzt bin ich eine offizieller Oxford-Studentin!
Ich sage danke an den super-Photographen und hoffe, ihr habt einen Eindruck von meinem „Studium“ im verrückten wunderschönen Oxford :-) Der Rest des Wochenendes war auch sehr schön. Anton die Stadt zeigen, spazieren gehen, unterhalten, gemeinsam in den Gottesdienst gehen, brunchen…
Alles Liebe und bis zum nächsten Mal, Mirie
Now, I’m officially matriculated at Oxford!
I want to say thanks to the great photogapher and I hope you all got some impression about my “studies” here in the beautiful but crazy place Oxford :-) The rest of my weekend was also really nice. I showed the city to Anton, we took a walk, had time to talk, went to church together, had a nice brunch…
Best wishes, talk to you soon, Mirie
Saturday, September 29, 2007
Angekommen in Oxford
Hallo ihr fleißigen und geduldigen Leser!
Ich habe „ewig“ nicht geschrieben, obwohl in den letzten Wochen auch einiges los war (siehe unten in Kurzfassung). Aber jetzt geht’s weiter:
Heute bin ich nämlich in dem kleinen süßen Oxford angekommen, wo ich für 12 Monate bleibe!!! Das ist gerade alles noch sehr spannend finde ich, auch wenn ich schon öfter „Neuanfänge“ erlebt habe – immer wieder ist es aufregend, auf was für Leute, was für eine Umgebung, was für eine Uni usw. man trifft. Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen so bringen und werde natürlich versuchen, euch so gut wies geht „up-to-date“ zu halten ;-)
Kurzfassung: Ganz frisch in Oxford angekommen, Eindrücke vom ersten Tag: SUPER!
---------------------------------------------
Die Ankunft
Heute früh (22.9.2007) bin ich in Frankfurt um 4:30 aufgestanden, um 5:30 mit der S-Bahn zum Flughafen gefahren, um 7:40 losgeflogen und um 9:40 (also 8:40 Ortszeit) nach zwei Stunden Halbschlaf-Flug in London gelandet. Vom Flughafen „London City Airport“ aus bin ich mit zwei U-Bahnen zum Busbahnhof der „Oxford-Tube“ Busse gefahren, und ein solcher Bus hat mich dann bis hier nach Oxford in die Innenstadt gebracht. Zu Fuß war es nicht mehr weit bis zu meinem College. Es heißt „New College“.
Wer nicht weiß, was Colleges sind, das ist nicht schlimm, aber auch gar nicht so einfach zu erklären finde ich: So eine Art um einiges erweitertes Wohnheim, wovon es allerdings ganz schon viele verschiedene gibt (39), die alle einen eigenen Namen und eine eigene lange Tradition haben. JEDER Student in Oxford, egal ob er im „Wohnheim“ wohnt oder nicht, gehört zu einem der Colleges und nicht nur zur Uni. Man muss sich auch für einen Studienplatz nicht nur bei der Uni sondern sowohl bei Uni als auch beim College bewerben und nur, wenn man von beiden genommen wird, kann man in Oxford studieren (alles etwas komplizierter). Ebenso mit den Studiengebühren: Man zahlt Studiengebühren sowohl an die Uni (ca. 5000 Euro/Jahr) als auch ans College (ca. 2500 Euro/Jahr). Jedenfalls lebe ich jetzt in so einem College. Dort werden immer viele Aktivitäten und Gastreden angeboten; es gibt eine Kapelle, einen eigenen Chor, einen eigenen Sportplatz und Park, eine eigene Verwaltung, Putzservice, einen Musikraum, eine eigene Mensa, einen Aufenthaltsraum mit TV etc., Computerräume, eine eigene Bibliothek, Waschräume und vieles mehr ;-) Echt wie ein Kleinstaat! Das College ist der direkte Ansprechpartner für alle organisatorischen Dinge und außerdem bilden die Studis an einem College auch eine Art Gemeinschaft. Meine „Gemeinschaft“ heißt MCR, was für „Middle Common Room“ steht. Middle = mittlere, weil ich schon einen Abschluss habe, also nicht mehr ganz klein bin (das wäre dann „Junior Common Room“), aber auch noch nicht uralt („Senior Common Room“). Im MCR treffen sich also alle, die schon ihren Bachelorabschluss fertig haben und damit jetzt auf dem „Graduate“ level studieren. So, genug verwirrt :-)
Wie ging’s bei der Ankunft weiter? Einmal bei der Pforte angekommen ging alles ganz einfach. Der Pförtner hat mir meinen Schlüssel ausgehändigt, ich bin mit meinem Köfferchen (das meiste hatte ich schon in Kisten geschickt) dahingelaufen und das war’s: ANGEKOMMEN!!!
Es war so 12:30…
Der erste Eindruck: Von außen zwar ein eher hässliches Gebäude, wenn man bedenkt, dass in Oxford fast alle in kleinen Schlössern wohnen (im Gegensatz zu allen anderen New College Gebäuden, die über 800 Jahre alt sind, ist das „graduate building“ in den 70ern noch angebaut worden, weil in den alten Gebäuden nicht mehr genug Platz für alle Studis war), aber von innen dafür umso schöner: Ganz hell, viel Stauraum (Regale, Schränke), riesiger Schreibtisch (damit man auch ordentlich arbeiten kann *hihi*) und alles sehr freundlich mit schönem Holz, recht neuen Möbel und wirklich nicht „versifft“ oder so. Also echt sehr einladend. Ich hab mich gleich wohl gefühlt.

Naja, dann ging’s natürlich erstmal trotzdem noch ein bisschen ans Putzen, da bin ich ja pingelig, dass alles Schubladen und so noch mal ordentlich ausgewischt werden bevor ich da meine sauberen Sachen schön geordnet einräume – ihr kennt mich ja! Als einmal alles an Ort und Stelle war, so wie ich es mir vorgestellt hatte, war das hier – wo ich jetzt gerade zum ersten Mal am Schreibtisch sitze und euch schreibe – schon ein bisschen wie mein Zuhause geworden. Ich habe mir noch eine sehr schöne Gebetsecke eingerichtet und Fotos aufgestellt und -gehängt, sehr gemütlich!

Naja, die ganze Ordnungsaktion hat auch so bis 17:30 gedauert, aber dann waren auch alle bisher angekommenen Kisten plus Koffer ausgepackt! (Nur eine Kiste kommt dann wohl noch am Montag an…)
Dann war aber noch genug Zeit, um mal loszutouren und sich die Stadt ein bisschen anzusehen. Mehr wird davon natürlich noch folgen, aber wenigstens einen ersten Eindruck wollte ich mir verschaffen.
-------------------------------------------
Erster Eindruck von der Stadt
Im Gegensatz zum letzten Mal, wo es als ich Oxford “besichtigt” habe, ziemlich geschüttet hat, hat mich diesmal die Sonne freundlich begrüßt. Viele Leute waren auf den Straßen unterwegs, recht fröhlich und beschwingt, Samstagmittag bei meiner Ankunft ebenso wie um 18 Uhr, als ich durch die Straßen zog, und sich die Leute schon anfingen in den zahlreichen Restaurants und Bars zu tummeln.
Ich bin dann einfach etwas in der Innenstadt herumgebummelt und habe alles um mich herum beobachtet ohne irgendwelche großen Pläne dabei zu haben. Mein Eindruck war VIEL positiver als beim letzten Mal, wo mich die Stadt ja nicht so umgehauen hatte :-) Ich bin dann noch einkaufen gegangen, und auch da hatte ich schlimmere Preise erwartet (guter Kurs für mich im Moment!) – noch eine positive Überraschung am ersten Tag. Insgesamt ist Oxford ist echt ein hübsches Städtchen, aber mehr zur Stadt folgt bestimmt in einer der folgenden Emails und wenn ich erstmal ein paar Fotos habe :)
-----------------------------------------------------
Kurzer Update der letzten Wochen
Ich kann es keinem verübeln, wenn er/sie nicht mehr weiß, was ich eigentlich den ganzen Sommer noch so bis September gemacht habe, deshalb hier die Kurzzusammenfassung: Nach meinem Praktikum in Boston, bin ich am 15.8. nach drei Wochen Urlaub mit meiner Familie in Kanada aus Toronto zurück nach Deutschland geflogen und habe dann drei Tage in Kassel verbracht und den 70. Geburtstag meiner lieben Oma noch mitfeiern dürfen :-) Dann bin ich für zehn Tage mit Anton in die Schweiz gefahren (Ende August) und wir haben unseren ersten wunderschönen (!) Urlaub zu zweit in einer hübschen Berghütte in den Alpen verbracht. Danach war ich wieder drei Tage zu Hause in Kassel bevor ich mich dann noch in den ersten beiden Septemberwochen in Papenburg auf einer Ferienakademie des Cusanuswerks mit dem Thema „China“ beschäftigt habe. Ja, und dann war noch genau eine Woche (15.-22.9.) zum Packen und Organisieren Zeit und seit dem 22.9. bin ich nun hier.
-----------------------------------------------------
Doch schon die ersten paar Tage…
Wie ihr bemerkt habt, habe ich es leider nicht geschafft, diese Email gleich am ersten Abend oder nächsten Tag loszuschicken, denn bis ich endlich Internetzugang auf meinem Zimmer hatte war es schon Dienstag. Deswegen bekommt ihr diese News jetzt etwas verspätet zugeschickt und ich könnte schon wieder zig andere Dinge erzählen und oben hinzufügen – aber es soll ja nicht alles viel zu lang werden.
Nur kurz noch: Die erste halbe Woche war suuuuper! Ich habe schon sehr viele nette Leute von meinem Kurs und meinem College kennen gelernt, viel von der Stadt gesehen, viel organisiert, was am Anfang so anliegt etc., aber dazu dann das nächste Mal mehr. Nächsten Montag fängt unser Kurs richtig an, diese Woche haben wir noch eine Konferenz sozusagen als Auftaktveranstaltung. Ich freue mich schon sehr auf alles :-)
Ganz liebe Grüße aus dem schönen Oxford,
Eure Miriam
Ich habe „ewig“ nicht geschrieben, obwohl in den letzten Wochen auch einiges los war (siehe unten in Kurzfassung). Aber jetzt geht’s weiter:
Heute bin ich nämlich in dem kleinen süßen Oxford angekommen, wo ich für 12 Monate bleibe!!! Das ist gerade alles noch sehr spannend finde ich, auch wenn ich schon öfter „Neuanfänge“ erlebt habe – immer wieder ist es aufregend, auf was für Leute, was für eine Umgebung, was für eine Uni usw. man trifft. Ich bin gespannt, was die nächsten Wochen so bringen und werde natürlich versuchen, euch so gut wies geht „up-to-date“ zu halten ;-)
Kurzfassung: Ganz frisch in Oxford angekommen, Eindrücke vom ersten Tag: SUPER!
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Die Ankunft
Heute früh (22.9.2007) bin ich in Frankfurt um 4:30 aufgestanden, um 5:30 mit der S-Bahn zum Flughafen gefahren, um 7:40 losgeflogen und um 9:40 (also 8:40 Ortszeit) nach zwei Stunden Halbschlaf-Flug in London gelandet. Vom Flughafen „London City Airport“ aus bin ich mit zwei U-Bahnen zum Busbahnhof der „Oxford-Tube“ Busse gefahren, und ein solcher Bus hat mich dann bis hier nach Oxford in die Innenstadt gebracht. Zu Fuß war es nicht mehr weit bis zu meinem College. Es heißt „New College“.
Wer nicht weiß, was Colleges sind, das ist nicht schlimm, aber auch gar nicht so einfach zu erklären finde ich: So eine Art um einiges erweitertes Wohnheim, wovon es allerdings ganz schon viele verschiedene gibt (39), die alle einen eigenen Namen und eine eigene lange Tradition haben. JEDER Student in Oxford, egal ob er im „Wohnheim“ wohnt oder nicht, gehört zu einem der Colleges und nicht nur zur Uni. Man muss sich auch für einen Studienplatz nicht nur bei der Uni sondern sowohl bei Uni als auch beim College bewerben und nur, wenn man von beiden genommen wird, kann man in Oxford studieren (alles etwas komplizierter). Ebenso mit den Studiengebühren: Man zahlt Studiengebühren sowohl an die Uni (ca. 5000 Euro/Jahr) als auch ans College (ca. 2500 Euro/Jahr). Jedenfalls lebe ich jetzt in so einem College. Dort werden immer viele Aktivitäten und Gastreden angeboten; es gibt eine Kapelle, einen eigenen Chor, einen eigenen Sportplatz und Park, eine eigene Verwaltung, Putzservice, einen Musikraum, eine eigene Mensa, einen Aufenthaltsraum mit TV etc., Computerräume, eine eigene Bibliothek, Waschräume und vieles mehr ;-) Echt wie ein Kleinstaat! Das College ist der direkte Ansprechpartner für alle organisatorischen Dinge und außerdem bilden die Studis an einem College auch eine Art Gemeinschaft. Meine „Gemeinschaft“ heißt MCR, was für „Middle Common Room“ steht. Middle = mittlere, weil ich schon einen Abschluss habe, also nicht mehr ganz klein bin (das wäre dann „Junior Common Room“), aber auch noch nicht uralt („Senior Common Room“). Im MCR treffen sich also alle, die schon ihren Bachelorabschluss fertig haben und damit jetzt auf dem „Graduate“ level studieren. So, genug verwirrt :-)
Wie ging’s bei der Ankunft weiter? Einmal bei der Pforte angekommen ging alles ganz einfach. Der Pförtner hat mir meinen Schlüssel ausgehändigt, ich bin mit meinem Köfferchen (das meiste hatte ich schon in Kisten geschickt) dahingelaufen und das war’s: ANGEKOMMEN!!!
Es war so 12:30…
Der erste Eindruck: Von außen zwar ein eher hässliches Gebäude, wenn man bedenkt, dass in Oxford fast alle in kleinen Schlössern wohnen (im Gegensatz zu allen anderen New College Gebäuden, die über 800 Jahre alt sind, ist das „graduate building“ in den 70ern noch angebaut worden, weil in den alten Gebäuden nicht mehr genug Platz für alle Studis war), aber von innen dafür umso schöner: Ganz hell, viel Stauraum (Regale, Schränke), riesiger Schreibtisch (damit man auch ordentlich arbeiten kann *hihi*) und alles sehr freundlich mit schönem Holz, recht neuen Möbel und wirklich nicht „versifft“ oder so. Also echt sehr einladend. Ich hab mich gleich wohl gefühlt.

Naja, dann ging’s natürlich erstmal trotzdem noch ein bisschen ans Putzen, da bin ich ja pingelig, dass alles Schubladen und so noch mal ordentlich ausgewischt werden bevor ich da meine sauberen Sachen schön geordnet einräume – ihr kennt mich ja! Als einmal alles an Ort und Stelle war, so wie ich es mir vorgestellt hatte, war das hier – wo ich jetzt gerade zum ersten Mal am Schreibtisch sitze und euch schreibe – schon ein bisschen wie mein Zuhause geworden. Ich habe mir noch eine sehr schöne Gebetsecke eingerichtet und Fotos aufgestellt und -gehängt, sehr gemütlich!

Naja, die ganze Ordnungsaktion hat auch so bis 17:30 gedauert, aber dann waren auch alle bisher angekommenen Kisten plus Koffer ausgepackt! (Nur eine Kiste kommt dann wohl noch am Montag an…)
Dann war aber noch genug Zeit, um mal loszutouren und sich die Stadt ein bisschen anzusehen. Mehr wird davon natürlich noch folgen, aber wenigstens einen ersten Eindruck wollte ich mir verschaffen.
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Erster Eindruck von der Stadt
Im Gegensatz zum letzten Mal, wo es als ich Oxford “besichtigt” habe, ziemlich geschüttet hat, hat mich diesmal die Sonne freundlich begrüßt. Viele Leute waren auf den Straßen unterwegs, recht fröhlich und beschwingt, Samstagmittag bei meiner Ankunft ebenso wie um 18 Uhr, als ich durch die Straßen zog, und sich die Leute schon anfingen in den zahlreichen Restaurants und Bars zu tummeln.
Ich bin dann einfach etwas in der Innenstadt herumgebummelt und habe alles um mich herum beobachtet ohne irgendwelche großen Pläne dabei zu haben. Mein Eindruck war VIEL positiver als beim letzten Mal, wo mich die Stadt ja nicht so umgehauen hatte :-) Ich bin dann noch einkaufen gegangen, und auch da hatte ich schlimmere Preise erwartet (guter Kurs für mich im Moment!) – noch eine positive Überraschung am ersten Tag. Insgesamt ist Oxford ist echt ein hübsches Städtchen, aber mehr zur Stadt folgt bestimmt in einer der folgenden Emails und wenn ich erstmal ein paar Fotos habe :)
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Kurzer Update der letzten Wochen
Ich kann es keinem verübeln, wenn er/sie nicht mehr weiß, was ich eigentlich den ganzen Sommer noch so bis September gemacht habe, deshalb hier die Kurzzusammenfassung: Nach meinem Praktikum in Boston, bin ich am 15.8. nach drei Wochen Urlaub mit meiner Familie in Kanada aus Toronto zurück nach Deutschland geflogen und habe dann drei Tage in Kassel verbracht und den 70. Geburtstag meiner lieben Oma noch mitfeiern dürfen :-) Dann bin ich für zehn Tage mit Anton in die Schweiz gefahren (Ende August) und wir haben unseren ersten wunderschönen (!) Urlaub zu zweit in einer hübschen Berghütte in den Alpen verbracht. Danach war ich wieder drei Tage zu Hause in Kassel bevor ich mich dann noch in den ersten beiden Septemberwochen in Papenburg auf einer Ferienakademie des Cusanuswerks mit dem Thema „China“ beschäftigt habe. Ja, und dann war noch genau eine Woche (15.-22.9.) zum Packen und Organisieren Zeit und seit dem 22.9. bin ich nun hier.
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Doch schon die ersten paar Tage…
Wie ihr bemerkt habt, habe ich es leider nicht geschafft, diese Email gleich am ersten Abend oder nächsten Tag loszuschicken, denn bis ich endlich Internetzugang auf meinem Zimmer hatte war es schon Dienstag. Deswegen bekommt ihr diese News jetzt etwas verspätet zugeschickt und ich könnte schon wieder zig andere Dinge erzählen und oben hinzufügen – aber es soll ja nicht alles viel zu lang werden.
Nur kurz noch: Die erste halbe Woche war suuuuper! Ich habe schon sehr viele nette Leute von meinem Kurs und meinem College kennen gelernt, viel von der Stadt gesehen, viel organisiert, was am Anfang so anliegt etc., aber dazu dann das nächste Mal mehr. Nächsten Montag fängt unser Kurs richtig an, diese Woche haben wir noch eine Konferenz sozusagen als Auftaktveranstaltung. Ich freue mich schon sehr auf alles :-)
Ganz liebe Grüße aus dem schönen Oxford,
Eure Miriam
Arrived in Oxford
Dear friends!
I haven’t written for such a long time and I apologize for that. Also, my blog was having a „summer sleep“ :-) The last weeks were really busy but at the same time, I had the chance to collect many different experiences and impressions.
One week ago, I finally arrived at the location where I will be during the next 12 months: Oxford. Everything is really exciting for me right now, because I meet so many new people and live in a completely new environment – similar to when I first arrived in Montreal and Boston. I would like to share a little bit of what I have done and will do in the last and next couple of weeks. This is only a short update and whoever wants some more information is very welcome to send me an email.
---------------------------------------------
Arrival
Last Saturday, on the 22nd of September, I landed in England (London) and took a bus to Oxford. Everything went really smoothly and when I arrived in Oxford, I just walked to the Porter’s Lodge of New College (my College here in Oxford) and I was given my key, went to my room and had found a new home ;-)
For those of you who don’t know the structure of the University of Oxford very well – I am one of those – I have to say that every student belongs to the University and one of 39 Colleges. I live in College accommodation, I can eat in College and similar to the residences at McGill or other places, a lot of social activities are going on in College. I belong to the “Middle Common Room” (MCR) since I’m a grad student now.

My first impression from my building and my room was great (and it didn’t change). When I look out of my window, I look at the old city wall which I find quite exciting. Oxford has so many old and beautiful buildings. The entire College is like a small castle ;-) (Yes, 600 years old or so…) Come visit me, if you want to see this place! It already feels a little bit like “home”.

------------------------------------------
The city
As I said, the city of Oxford is really beautiful. There are so many old buildings which are all in a very good condition and we also have over 100 libraries! The life in the city is mostly shaped by students and every other building is a College or University building *haha* There are many nice streets and shops and of course, consistent with the English culture, many many pubs ;-)
-----------------------------------------------------
The last weeks before I came here
Here is a short summary of what I did in the last couple of weeks: After having finished my internship in Boston, I came to Canada for almost three weeks. I met my parents and 3 of my brothers and we rented a mobile home with which we drove along the east coast: from Toronto to Kingston, Ottawa, Montreal, Québec City, the Algonquin Park and Niagara Falls and finally back to Toronto again. (I saw more than during the 8 months in Montreal.) It was great! Then, on the 15th of August, I finally flew back to Germany and I spent a vacation of altogether ten days with Anton whom I hadn’t seen for more then four months! It was GREAT!! We were in the Alps (Switzerland) and spent a lot of quality-time together; we also had a lot of time to talk to each other while hiking through the beautiful nature that was created by our amazing God! After that vacation, I participated in a two-week-long summer school organized by my scholarship organization which was also great. We studied “China” – Economy, Human Rights, Political System, News … It was really interesting and I met fantastic people. After that, I had one week to pack my stuff and send it to the UK and then I headed off :-)
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The next weeks and my course
So now, I’m here and what will happen next? I came here to study Neuroscience. It’s a 12-months Master’s program which usually leads into the PhD (an additional three years here in England). The system is a little different from the US/Canada. Basically everyone who wants to do a PhD completes a Master’s program first.
Last week, my class – consisting of 22 people from all over the world – participated in an autumn school in Cognitive Neuroscience. Next week, we will have some introductory classes and it’s also fresher’s week. After that, the first term starts! It goes until Christmas and I’m excited to have classes again!!! (The last time I took classes was 2006 at McGill – after that, I only wrote my thesis, went to Africa and Boston…)
The students in my class are all very nice and friendly; I really like most of them and I'm excited about getting to know them more and more in the next weeks!
Many greetings and blessings from Oxford,
Miriam
I haven’t written for such a long time and I apologize for that. Also, my blog was having a „summer sleep“ :-) The last weeks were really busy but at the same time, I had the chance to collect many different experiences and impressions.
One week ago, I finally arrived at the location where I will be during the next 12 months: Oxford. Everything is really exciting for me right now, because I meet so many new people and live in a completely new environment – similar to when I first arrived in Montreal and Boston. I would like to share a little bit of what I have done and will do in the last and next couple of weeks. This is only a short update and whoever wants some more information is very welcome to send me an email.
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Arrival
Last Saturday, on the 22nd of September, I landed in England (London) and took a bus to Oxford. Everything went really smoothly and when I arrived in Oxford, I just walked to the Porter’s Lodge of New College (my College here in Oxford) and I was given my key, went to my room and had found a new home ;-)
For those of you who don’t know the structure of the University of Oxford very well – I am one of those – I have to say that every student belongs to the University and one of 39 Colleges. I live in College accommodation, I can eat in College and similar to the residences at McGill or other places, a lot of social activities are going on in College. I belong to the “Middle Common Room” (MCR) since I’m a grad student now.

My first impression from my building and my room was great (and it didn’t change). When I look out of my window, I look at the old city wall which I find quite exciting. Oxford has so many old and beautiful buildings. The entire College is like a small castle ;-) (Yes, 600 years old or so…) Come visit me, if you want to see this place! It already feels a little bit like “home”.

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The city
As I said, the city of Oxford is really beautiful. There are so many old buildings which are all in a very good condition and we also have over 100 libraries! The life in the city is mostly shaped by students and every other building is a College or University building *haha* There are many nice streets and shops and of course, consistent with the English culture, many many pubs ;-)
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The last weeks before I came here
Here is a short summary of what I did in the last couple of weeks: After having finished my internship in Boston, I came to Canada for almost three weeks. I met my parents and 3 of my brothers and we rented a mobile home with which we drove along the east coast: from Toronto to Kingston, Ottawa, Montreal, Québec City, the Algonquin Park and Niagara Falls and finally back to Toronto again. (I saw more than during the 8 months in Montreal.) It was great! Then, on the 15th of August, I finally flew back to Germany and I spent a vacation of altogether ten days with Anton whom I hadn’t seen for more then four months! It was GREAT!! We were in the Alps (Switzerland) and spent a lot of quality-time together; we also had a lot of time to talk to each other while hiking through the beautiful nature that was created by our amazing God! After that vacation, I participated in a two-week-long summer school organized by my scholarship organization which was also great. We studied “China” – Economy, Human Rights, Political System, News … It was really interesting and I met fantastic people. After that, I had one week to pack my stuff and send it to the UK and then I headed off :-)
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The next weeks and my course
So now, I’m here and what will happen next? I came here to study Neuroscience. It’s a 12-months Master’s program which usually leads into the PhD (an additional three years here in England). The system is a little different from the US/Canada. Basically everyone who wants to do a PhD completes a Master’s program first.
Last week, my class – consisting of 22 people from all over the world – participated in an autumn school in Cognitive Neuroscience. Next week, we will have some introductory classes and it’s also fresher’s week. After that, the first term starts! It goes until Christmas and I’m excited to have classes again!!! (The last time I took classes was 2006 at McGill – after that, I only wrote my thesis, went to Africa and Boston…)
The students in my class are all very nice and friendly; I really like most of them and I'm excited about getting to know them more and more in the next weeks!
Many greetings and blessings from Oxford,
Miriam
Sunday, July 1, 2007
Last moments in Boston...
Dieser Blog steht unter dem Motto „Zeit“, denn ich konstatiere wieder einmal, dass merkwürdigerweise die Zeit gegen Ende meines Aufenthaltes und mit dem Näherrücken des Abschieds anfängt schneller zu rennen. So ging es mir nach einem Studienjahr in Kanada, bei meinem Aufenthalt in Mali und das ganze Spiel wiederholt sich jetzt in Boston. Die letzten Wochen vergehen immer so unglaublich schnell! Mir bleiben nur noch 3 ½ Wochen. Insofern ist dies auch der letzte Blog, den ic in den USA schreibe. Der nächste folgt frühestens Ende August – und dann wieder aus Deutschland. Ich versuche jetzt noch in jeder Hinsicht, die letzten verbleibenden Wochen auszukosten – mit den lieben Menschen, mit der tollen Arbeit, eben allem, was zu Boston jetzt für mich dazugehört.
Kurzfassung: Ich versuche die Zeit zu nutzen, die mir hier bleibt – in jeder Hinsicht :)
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Zeit mit Deborah…

Sie ist eine der Personen, die mir „persönlich“ am meisten in Erinnerung bleiben wird, die mir fehlen wird und die zu einer richtig guten Freundin geworden ist. Sie ist eine Studentin am M.I.T., die jetzt auch über den Sommer hier im Labor arbeitet (übrigens ursprünglich aus Nebraska!) Wir verbringen wirklich den ganzen Tag und meistens die halbe Nacht gemeinsam im Lab, teilen die Liebe zu unserer Arbeit, können über Gott und die Welt reden, viel gemeinsam lachen. Wir helfen uns mit unseren Projekten, und wenn es dazu kommt, dass wir uns mal von unserer geliebten Arbeitsstelle losreißen können, dann gehen wir gemeinsam in den Gottesdienst, backen Scones für das Lab (das ist so ein süßes Gebäck, irgendwo zwischen Kuchen und Keksen anzusiedeln – musste ich natürlich kennen lernen und hat wirklich gut geschmeckt ;)). Wir gehen gemeinsam zum Friseur und stellen fest, wie ähnlich „verrückt“ wir sind, und dass wir uns in Punkten verstehen, in denen uns kaum ein anderer Normalsterblicher verstehen würde. So kommt es auch mal vor, dass wir zufällig nachts um 12 am Samstagabend die einzigen Zurückgebliebenen im Labor sind und bei einem Gang auf die Toilette feststellen, dass ein anderes Labor gerade eine Party im gleichen Gebäude feiert, so dass wir uns kurze Zeit später (und noch bis nachts um 3 Uhr) auf einer Party von lauter Hirnforschern umgeben im „McGovern Institute for Brain Research“-Gebäude am M.I.T. wieder finden :) Während wir es auf der „Wine-and-Cheese-Party“ von Deborah’s Wohnheim zugegebenermaßen 20 Minuten ausgehalten haben… Ja, es gäbe tausend solcher Anekdoten zu erzählen, aber ich will’s ja mal nicht übertreiben *schmunzel* Sie ist ein toller Mensch, ich werde sie vermissen und sie ist traurig, dass ich gehe…
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Zeit im Lab…
Ich mache es kurz: Die Arbeit läuft suuuuuper, es macht immer noch so viel Spaß, die Ergebnisse sehen ziemlich gut aus, wir hoffen, dass wir sie möglichst bald publizieren können, aber wie gesagt, die Zeit rennt. Ich versuche noch so viel wie möglich „done“ zu kriegen, bevor ich wieder fahre und nach wie vor verbringe ich dort die meiste Zeit. Ich habe seit den letzten News 211,5 Stunden im Lab verbracht – den Rest könnt ihr euch dazudenken oder ausrechnen ;) Aber keine Sorge, in diese Zeit fällt auch Essen und Telefonate und Gespräche mit Deborah etc. :-) Johannes, mein Betreuer, ist auch traurig, wenn ich wieder fahre…
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Zeit mit dem Lab…
… und damit meine ich die Leute. Die sind ein wichtiger Teil der guten Arbeitsatmosphäre, und immer wieder kommt spontan einer bei meinem Büro vorbei und fragt, ob ich abends mit ihnen „dieses oder jenes“ machen würde. Gestern waren wir abends um einen Gastredner zu verabschieden noch kurz in einem Restaurant und letzten Dienstag hat zum Beispiel Nancy (die Professorin!!!) für uns alle gegrillt, und uns alle zu sich nach Hause in den Garten eingeladen… Eine total nette Atmosphäre – ein echt gelungener Abend. Und so lerne ich auch die ganzen Forscher immer besser kennen, und kann euch versichern: Es sind ganz normale Menschen :P Dieses Lab ist nicht nur wahnsinnig gut und anregend sondern auch besonders vom sozialen Aspekt her beeindruckend – ich werde auch schon gefragt, wann ich denn wiederkomme *schmunzel* Könnte man es doch etwas näher nach Deutschland verlegen würde ich sofort hingehen!!!
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Die restliche Zeit…
Da gibt es nicht so viele – aber doch wichtige Momente: Ich freue mich schon immer auf die wöchentliche Bible Study am Donnerstagabend und auf meinen freien Sonntag.

FOTO: BIBLE STUDY
Einen dieser Sonntage habe ich fast komplett mit eben diesen Freunden der Bible Study im Boston Common Park verbracht, mir von einem kleinen Jungen Baseball spielen beibringen lassen (es macht wesentlich mehr Spaß es zu spielen als zuzugucken!!!) und Picknick und Open-Air-Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein genossen.

FOTO: PICKNICK IM PARK

FOTO: BASEBALL SPIELEN LERNEN...
Einen anderen Sonntag habe ich außerhalb der Stadt in Georgetown verbracht. Dort wohnt die Gastfamilie, bei der Katharina nach ihrem Abi 6 Monate gewohnt hat und wo gerade meine Cousine aus Marburg über den Sommer zu Gast ist. Schon lustig, Nele (meine Cousine) in Amerika treffen zu können, wo wir uns schon in Deutschland kaum sehen. Das war richtig schön! Insgesamt sind die Sonntage immer echt ein guter Ausgleich zu dem Rest der Woche und beides zusammen genommen ist die Woche dann perfekt :) Heute (wieder einmal: Sonntag) werde ich das „Museum of Science“ angucken, mit ein paar Cusanern (gleiches Begabtenförderungswerk) zusammen und natürlich Deborah. Abends gehen wir aufs „Boston Harbor Fest“ und dazwischen noch zusammen in den Gottesdienst. Ich habe die konservativen Cusis dazu überzeugen können in einen jugendgerechten Lobpreis-Godi mitzukommen *schmunzel* Der Tag wird bestimmt super!
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Zeit mit den Liebsten…
Auch wenn die Zeit hier davonrennt und ich sie sehr genieße muss ich sagen, dass ich mich gerade in den letzten Wochen manchmal nach Hause gewünscht habe, wo gerade so viel passiert… Denn „Zeit mit den Liebsten“ gibt es im Moment nur am Telefon. Anton hat im Juni in England Unis für den Master angeguckt und sich für York entschieden (es wird also eine einjährige Oxford-York-Beziehung), meine große Schwester Kathy ist mit Mario von ihrer Weltreise wiedergekommen, meine kleine Schwester Maggy hat ein Spitzenabi gemacht und ist gleichzeitig durch halb Deutschland getourt um ihrem Traum des Operngesangsstudiums näher zu kommen… Der kleine Benjamin ist 4 geworden, die Oma 80, und Johannes hatte auch vor 2 Wochen Geburtstag… Luci, mit der ich 2 Monate eine sehr intensive Zeit in Mali verbracht habe, ist nun auch wieder zurück in Deutschland und die CE plant eifrig das Sommerzeltlager JUMP (gerade ist das JumpStart), was ich dieses Jahr verpassen werde… Solche Dinge haben trotz aller Arbeit einen großen Stellenwert für mich und spuken immer in meinen Gedanken umher. Ich freue mich schon auf die Rückreise und darauf, wieder „echte Zeit“ mit all diesen mir so lieben Menschen zu verbringen :)
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Zeit sich im Sommer zu sehen?
Bevor mein Flieger am 15.8. in Toronto abhebt und am 16.8. in Frankfurt landet, habe ich wie schon gesagt erst noch 3 ½ Wochen hier in Boston, nämlich bis zum 25.7., und dann treffe ich am 26.7. meine halbe Familie in Toronto und wir fahren lustig in Kanada umher (auch Montreal!!!) und fliegen dann gemeinsam zurück. Eine kurze Terminübersicht für die, die es interessiert: Ich bin also das WE vom 17.-19.8. auf jeden Fall in Kassel. Danach fahre ich allerdings noch mal mit Anton so etwa 10 Tage weg, bis Ende August (in eine Schweizer Berghütte, schön, nicht?), bin dann noch mal ein paar Tage in Kassel, fahre dann voraussichtlich auf die zweiwöchige Sommerakadamie vom Cusanuswerk (Stipendium) und habe dann noch genau eine Septemberwoche, bevor ich nach Oxford umziehe (Umzug so um den 22./23.9.)!
Ich freue mich immer, von euch zu hören. Was erlebt ihr so über den Sommer? Lasst mich wissen, wo ihr wann steckt, vielleicht sieht man sich ja irgendwann zwischendrin mal… Ich freue mich immer von allen anderen Emails zu bekommen :)
Kurzfassung: Ich versuche die Zeit zu nutzen, die mir hier bleibt – in jeder Hinsicht :)
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Zeit mit Deborah…

Sie ist eine der Personen, die mir „persönlich“ am meisten in Erinnerung bleiben wird, die mir fehlen wird und die zu einer richtig guten Freundin geworden ist. Sie ist eine Studentin am M.I.T., die jetzt auch über den Sommer hier im Labor arbeitet (übrigens ursprünglich aus Nebraska!) Wir verbringen wirklich den ganzen Tag und meistens die halbe Nacht gemeinsam im Lab, teilen die Liebe zu unserer Arbeit, können über Gott und die Welt reden, viel gemeinsam lachen. Wir helfen uns mit unseren Projekten, und wenn es dazu kommt, dass wir uns mal von unserer geliebten Arbeitsstelle losreißen können, dann gehen wir gemeinsam in den Gottesdienst, backen Scones für das Lab (das ist so ein süßes Gebäck, irgendwo zwischen Kuchen und Keksen anzusiedeln – musste ich natürlich kennen lernen und hat wirklich gut geschmeckt ;)). Wir gehen gemeinsam zum Friseur und stellen fest, wie ähnlich „verrückt“ wir sind, und dass wir uns in Punkten verstehen, in denen uns kaum ein anderer Normalsterblicher verstehen würde. So kommt es auch mal vor, dass wir zufällig nachts um 12 am Samstagabend die einzigen Zurückgebliebenen im Labor sind und bei einem Gang auf die Toilette feststellen, dass ein anderes Labor gerade eine Party im gleichen Gebäude feiert, so dass wir uns kurze Zeit später (und noch bis nachts um 3 Uhr) auf einer Party von lauter Hirnforschern umgeben im „McGovern Institute for Brain Research“-Gebäude am M.I.T. wieder finden :) Während wir es auf der „Wine-and-Cheese-Party“ von Deborah’s Wohnheim zugegebenermaßen 20 Minuten ausgehalten haben… Ja, es gäbe tausend solcher Anekdoten zu erzählen, aber ich will’s ja mal nicht übertreiben *schmunzel* Sie ist ein toller Mensch, ich werde sie vermissen und sie ist traurig, dass ich gehe…
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Zeit im Lab…
Ich mache es kurz: Die Arbeit läuft suuuuuper, es macht immer noch so viel Spaß, die Ergebnisse sehen ziemlich gut aus, wir hoffen, dass wir sie möglichst bald publizieren können, aber wie gesagt, die Zeit rennt. Ich versuche noch so viel wie möglich „done“ zu kriegen, bevor ich wieder fahre und nach wie vor verbringe ich dort die meiste Zeit. Ich habe seit den letzten News 211,5 Stunden im Lab verbracht – den Rest könnt ihr euch dazudenken oder ausrechnen ;) Aber keine Sorge, in diese Zeit fällt auch Essen und Telefonate und Gespräche mit Deborah etc. :-) Johannes, mein Betreuer, ist auch traurig, wenn ich wieder fahre…
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Zeit mit dem Lab…
… und damit meine ich die Leute. Die sind ein wichtiger Teil der guten Arbeitsatmosphäre, und immer wieder kommt spontan einer bei meinem Büro vorbei und fragt, ob ich abends mit ihnen „dieses oder jenes“ machen würde. Gestern waren wir abends um einen Gastredner zu verabschieden noch kurz in einem Restaurant und letzten Dienstag hat zum Beispiel Nancy (die Professorin!!!) für uns alle gegrillt, und uns alle zu sich nach Hause in den Garten eingeladen… Eine total nette Atmosphäre – ein echt gelungener Abend. Und so lerne ich auch die ganzen Forscher immer besser kennen, und kann euch versichern: Es sind ganz normale Menschen :P Dieses Lab ist nicht nur wahnsinnig gut und anregend sondern auch besonders vom sozialen Aspekt her beeindruckend – ich werde auch schon gefragt, wann ich denn wiederkomme *schmunzel* Könnte man es doch etwas näher nach Deutschland verlegen würde ich sofort hingehen!!!
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Die restliche Zeit…
Da gibt es nicht so viele – aber doch wichtige Momente: Ich freue mich schon immer auf die wöchentliche Bible Study am Donnerstagabend und auf meinen freien Sonntag.
FOTO: BIBLE STUDY
Einen dieser Sonntage habe ich fast komplett mit eben diesen Freunden der Bible Study im Boston Common Park verbracht, mir von einem kleinen Jungen Baseball spielen beibringen lassen (es macht wesentlich mehr Spaß es zu spielen als zuzugucken!!!) und Picknick und Open-Air-Gottesdienst bei strahlendem Sonnenschein genossen.

FOTO: PICKNICK IM PARK

FOTO: BASEBALL SPIELEN LERNEN...
Einen anderen Sonntag habe ich außerhalb der Stadt in Georgetown verbracht. Dort wohnt die Gastfamilie, bei der Katharina nach ihrem Abi 6 Monate gewohnt hat und wo gerade meine Cousine aus Marburg über den Sommer zu Gast ist. Schon lustig, Nele (meine Cousine) in Amerika treffen zu können, wo wir uns schon in Deutschland kaum sehen. Das war richtig schön! Insgesamt sind die Sonntage immer echt ein guter Ausgleich zu dem Rest der Woche und beides zusammen genommen ist die Woche dann perfekt :) Heute (wieder einmal: Sonntag) werde ich das „Museum of Science“ angucken, mit ein paar Cusanern (gleiches Begabtenförderungswerk) zusammen und natürlich Deborah. Abends gehen wir aufs „Boston Harbor Fest“ und dazwischen noch zusammen in den Gottesdienst. Ich habe die konservativen Cusis dazu überzeugen können in einen jugendgerechten Lobpreis-Godi mitzukommen *schmunzel* Der Tag wird bestimmt super!
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Zeit mit den Liebsten…
Auch wenn die Zeit hier davonrennt und ich sie sehr genieße muss ich sagen, dass ich mich gerade in den letzten Wochen manchmal nach Hause gewünscht habe, wo gerade so viel passiert… Denn „Zeit mit den Liebsten“ gibt es im Moment nur am Telefon. Anton hat im Juni in England Unis für den Master angeguckt und sich für York entschieden (es wird also eine einjährige Oxford-York-Beziehung), meine große Schwester Kathy ist mit Mario von ihrer Weltreise wiedergekommen, meine kleine Schwester Maggy hat ein Spitzenabi gemacht und ist gleichzeitig durch halb Deutschland getourt um ihrem Traum des Operngesangsstudiums näher zu kommen… Der kleine Benjamin ist 4 geworden, die Oma 80, und Johannes hatte auch vor 2 Wochen Geburtstag… Luci, mit der ich 2 Monate eine sehr intensive Zeit in Mali verbracht habe, ist nun auch wieder zurück in Deutschland und die CE plant eifrig das Sommerzeltlager JUMP (gerade ist das JumpStart), was ich dieses Jahr verpassen werde… Solche Dinge haben trotz aller Arbeit einen großen Stellenwert für mich und spuken immer in meinen Gedanken umher. Ich freue mich schon auf die Rückreise und darauf, wieder „echte Zeit“ mit all diesen mir so lieben Menschen zu verbringen :)
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Zeit sich im Sommer zu sehen?
Bevor mein Flieger am 15.8. in Toronto abhebt und am 16.8. in Frankfurt landet, habe ich wie schon gesagt erst noch 3 ½ Wochen hier in Boston, nämlich bis zum 25.7., und dann treffe ich am 26.7. meine halbe Familie in Toronto und wir fahren lustig in Kanada umher (auch Montreal!!!) und fliegen dann gemeinsam zurück. Eine kurze Terminübersicht für die, die es interessiert: Ich bin also das WE vom 17.-19.8. auf jeden Fall in Kassel. Danach fahre ich allerdings noch mal mit Anton so etwa 10 Tage weg, bis Ende August (in eine Schweizer Berghütte, schön, nicht?), bin dann noch mal ein paar Tage in Kassel, fahre dann voraussichtlich auf die zweiwöchige Sommerakadamie vom Cusanuswerk (Stipendium) und habe dann noch genau eine Septemberwoche, bevor ich nach Oxford umziehe (Umzug so um den 22./23.9.)!
Ich freue mich immer, von euch zu hören. Was erlebt ihr so über den Sommer? Lasst mich wissen, wo ihr wann steckt, vielleicht sieht man sich ja irgendwann zwischendrin mal… Ich freue mich immer von allen anderen Emails zu bekommen :)
Saturday, June 9, 2007
Wunderschöner Alltag
Ich glaube heute könnte ich es schaffen, mich kürzer zu fassen. Es ist alles gerade so ausgeglichen und schön, so richtig „smooth“ würde man im Englischen sagen. Es gibt zwar viele kleine Details zu erzählen, aber die Grundbotschaft ist, ich genieße mein Leben und die Chancen, die mir hier geboten werden – auch aber nicht nur intellektuell, ebenso auf menschlicher Ebene. Es fühlt sich gerade so schön an, hier zu sein, langsam nicht mehr „fremd“ zu sein, sondern Leute „richtig“/ „besser“ zu kennen und sich „zu Hause“ zu fühlen. Ich weiß, das ist ein großer Fehler mit Hinblick auf den Abschied, der mir umso schwerer fallen wird, aber es ist schön, sich hier wohl zu fühlen – und das tue ich gerade von vorne bis hinten! Ich spüre, wie der Herr wirklich alles in seiner Hand hat – es kann nicht so viele Zufälle geben – ich erlebe so viel Segen von allen möglichen Seiten in den letzten Wochen J Da hat jemand wahnsinnig Tolles seine Hand im Spiel, ganz sicher!
Kurzfassung: Wohin ich auch gehe: Begegnungen und Arbeit sind gesegnet, ob im Lab, in Montreal oder meiner neuen Bible Study
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Update aus dem Lab – „Socials“
Da ich letztes Mal mein Projekt im Detail beschrieben habe, diesmal nur ein kurzer Update aus dem Lab, insbesondere angereichert mit persönlichen Begegnungen.
Nach wie vor genieße ich meine Arbeit sehr, was sich mehr und mehr darin auswirkt, dass ich meinen Wohnsitz verlagere und nur für 7 Stunden Schlaf nach Hause gehe :) Es hat sich ein richtiger Rhythmus eingestellt: Ich arbeite den ganzen Tag hier, habe kurze Gesprächs- und „Lach“-Pausen mit Deborah (s.u.), nehme mein Essen mit hierher, warte sehnsüchtig auf das ausführliche Telefonat mit Anton, was eigentlich jeden Abend stattfindet, und arbeite danach noch so lange, bis ich zu müde bin und nach Hause gehe und schlafe…Ganz simpel, jeden Tag ähnlich und doch so wunderbar! Und was genial ist: Auch wenn alle Lab-Mitglieder am Morgen erst so nach und nach eintrudeln und nach und nach ab 5 Uhr oder später am Abend wieder verschwinden, so bin ich doch nie alleine hier – denn ich „wohne“ nicht als einzige übern Sommer hier im Lab. Wir sind zu zweit:
Deborah, eine sehr motivierte intelligente und super-nette Bachelorstudentin macht im Sommer auch ein Praktikum hier im Lab (bei einem anderen Betreuer). Wir haben uns gleich ins Herz geschlossen und schnell und total gut angefreundet! Das ist so schön. Sie ist Christin (!), immer wieder helfen wir uns gegenseitig und beraten uns bei Fragestellungen, wir haben viel Spaß zusammen, erzählen uns wie wir voran kommen, etc… Letzten Sonntag waren wir zusammen in der Kirche, haben abends zusammen gekocht und gesungen… Jetzt war sie auch schon mit in meiner Bible Study (ich habe sie natürlich hingeschleppt *freu* - s.u.) Wir sind auch immer beide für lustige und/oder verrückte Aktionen zu haben. So haben wir z.B. einfach mal gegenüber am Kiosk ne ganze Packung Eis gekauft und gemeinsam verzehrt ;) Es ist einfach unbeschreiblich schön mit ihr. Abends um 10 Uhr „entschuldigen“ wir uns beim anderen, dass wir heute mal so früh nach Hause gehen *hihi*
Auch sonst – von Deborah abgesehen – bin ich jetzt schon viel mehr ins „social life“ des Labs integriert. Neulich haben wir eine Überraschungs-Geburtstagsfeier für eine der hier arbeitenden geschmissen. Ich hatte kurzzeitig Angst, dass ihr Herz nicht mehr weiter schlägt, als sie ahnungslos in ihre Wohnung kam und wir hinter der Wohnzimmertür versteckt alle „Surprise“ geschrien haben, als sie rein kam *schmunzel* Dann waren wir einen anderen Abend mal gemeinsam bei einem Inder essen – sehr lecker, und wieder einen anderen Abend war ich mit bei Johannes eingeladen, wo wir zusammen gekocht haben (mein Betreuer)! Alle sind unglaublich nett, und auch wenn sie wirklich viel arbeiten (nur im Gegensatz zu Deborah und mir auch von zu Hause aus), haben sie immer gute Laune, sind für jeden Spaß zu haben und für kurzfristige Aktionen mit den anderen zu begeistern. Echt ein ganz besonderes Lab! Ich hab’s gut erwischt – und das war auch bestimmt kein Zufall :-)
Und noch kurz inhaltlich: Kurz nachdem ich euch das letzte Mal geschrieben habe, habe ich Nancy zum „Stand-der-Dinge“-Treffen getroffen, sie ist die Leiterin des Labs. Johannes und ich haben ihr von den Fortschritten in unserem Projekt erzählt, und sie war total begeistert und hat als verantwortliches Geldgeberin sofort zugestimmt, dass wir mehr Versuchspersonen in den Kernspintomografen „schieben“ können. Das hat mich natürlich sehr gefreut und so haben wir einige Stunden beim fMRT- Gerät zugebracht und angefangen das Folgeexperiment des ersten Experiments zu scannen. Im Moment habe ich also jedem Menge Daten vor mir liegen. Die des ersten und die des zweiten Experiments… Es sieht alles schon ziemlich gut und vielversprechend aus, aber bis wir die Ergebnisse aus unseren recht komplexen und umfangreichen Daten wirklich verstanden haben und in einer vernünftigen Form kompakt „rüberbringen“ können, kann es noch eine Weile dauern – es bleibt also weiterhin spannend!
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Wochenende in Montreal
Ha, natürlich ist es bis hierhin schon wieder alles viel zu lang geworden, dabei dachte ich, hier würde erst der Hauptteil anfangen… Naja :) Ihr kennt mich ja mittlerweile… Jetzt kürzer: Am 24.5. bin ich abends in den Bus gestiegen und morgens in Montreal aufgewacht :) Bei Barry und Michele (meine Freunde aus dem Auslandsjahr in Kanada) habe ich geschlafen und die meiste Zeit an diesem langen Wochenende verbracht – das war wirklich total nett, und ich hatte mit den Kids Briana und Naomi viel „Fun“! Einfach ein total schönes und gesegnetes Wiedersehen.
Dann habe ich natürlich auch einige andere Freunde getroffen, insbesondere habe ich Ximena und Mathieu, meine ehemaligen Mitbewohner wiedergesehen! Die kleine Juliette ist so groß geworden, unglaublich! Natürlich musste ich auch zu meinem Lieblings-Café „Juliette et Chocolat“ gehen, ein Gehirn-Symposium an der McGill Universität, sowie den Tag der offenen Museen mitnehmen und am Montag Abend ging’s dann auch schon nach einem erfüllten und gefüllten Wochenende wieder zurück zum Bus. (Hier war am Montag „Memorial Day“, d.h. Feiertag.) Aber bevor ich abends abgefahren bin habe ich noch etwas ganz Besonderes miterleben dürfen, nämlich eine Taufe im Fluss! Und zwar nicht von irgendwem sondern von meiner lieben Esther, einer meiner besten Freundinnen von damals aus der Bible Study. Sie wurde von Michele getauft – der Fluss war bestimmt wahnsinnig kalt, aber mindestens genauso sehr hat sie danach gestrahlt. Eindrucksvolle Momente – Fotos:
Vorher... mittendrin... nachher: Grund zum Danken! :)




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Bible Study
Ja, und dann gibt’s jetzt einen Tag in der Woche, an dem ich vor 10 Uhr abends das Lab verlasse: Der Donnerstag! *freu* Ich habe nämlich eine super-tolle gute weiterbringende anregende nette Bible Study gefunden! Es ist eine Gruppe, die nur aus M.I.T.-Doktoranden besteht, sehr genial!!! Das ist eine Atmosphäre, oh, ich kann’s gar nicht beschreiben, ich könnte nur so hinwegschmelzen beim Erzählen… Wahnsinnig dicht sowohl intellektuell als auch spirituell – eine solch intensive Kombination aus beidem habe ich noch nie zuvor erlebt. Stellt euch mal vor: Alles angehende Spitzen-Wissenschaftler und doch irgendwie fast das gleiche Alter und wahnsinnig nett!!! UND: An Gott interessiert und daran, ihren Glauben durch ihr Leben und durch ihr Tun weiterzugeben und zu verkünden! Wir haben so intensive Gebetszeiten und Bibeldiskussionen – das ist zu schön um wahr zu sein. Ich liebe die Leute dort schon jetzt alle… Der Donnerstagabend ist immer einer der Höhepunkte der Woche ;)
Neulich war ich übrigens mit denen auch mal äthiopisch essen? Habt ihr das schon gemacht – ist ziemlich lustig, man darf mit Händen essen und die „Schaufel“ ist so elastisch-leckeres Brot … ;P
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Verlängerung
Am Rande ist noch anzumerken, dass ich nach so viel Freude hier vor Ort beschlossen habe, länger zu bleiben :) Das ist aber kein Grund einen Schock zu kriegen, denn mein Rückflug bleibt der gleiche (15. August). Eigentlich wollte ich den Juli ja noch in Montreal verbringen, bevor ich im August mit meiner Familie durch Kanada düse und dann zurückkomme. Aber ich habe es hingekriegt, meinen Visa-Waiver „zu verlängern“, noch so eine Wundergeschichte :) Jedenfalls heißt das, dass ich (theoretisch noch viel länger aber praktisch) bis Ende Juli in den Staaten bleiben kann, also bis meine Familie kommt, und somit kann ich immerhin zweieinhalb Wochen länger als geplant in dieser tollen Umgebung arbeiten!
Praise the Lord!
Miriam
Kurzfassung: Wohin ich auch gehe: Begegnungen und Arbeit sind gesegnet, ob im Lab, in Montreal oder meiner neuen Bible Study
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Update aus dem Lab – „Socials“
Da ich letztes Mal mein Projekt im Detail beschrieben habe, diesmal nur ein kurzer Update aus dem Lab, insbesondere angereichert mit persönlichen Begegnungen.
Nach wie vor genieße ich meine Arbeit sehr, was sich mehr und mehr darin auswirkt, dass ich meinen Wohnsitz verlagere und nur für 7 Stunden Schlaf nach Hause gehe :) Es hat sich ein richtiger Rhythmus eingestellt: Ich arbeite den ganzen Tag hier, habe kurze Gesprächs- und „Lach“-Pausen mit Deborah (s.u.), nehme mein Essen mit hierher, warte sehnsüchtig auf das ausführliche Telefonat mit Anton, was eigentlich jeden Abend stattfindet, und arbeite danach noch so lange, bis ich zu müde bin und nach Hause gehe und schlafe…Ganz simpel, jeden Tag ähnlich und doch so wunderbar! Und was genial ist: Auch wenn alle Lab-Mitglieder am Morgen erst so nach und nach eintrudeln und nach und nach ab 5 Uhr oder später am Abend wieder verschwinden, so bin ich doch nie alleine hier – denn ich „wohne“ nicht als einzige übern Sommer hier im Lab. Wir sind zu zweit:
Deborah, eine sehr motivierte intelligente und super-nette Bachelorstudentin macht im Sommer auch ein Praktikum hier im Lab (bei einem anderen Betreuer). Wir haben uns gleich ins Herz geschlossen und schnell und total gut angefreundet! Das ist so schön. Sie ist Christin (!), immer wieder helfen wir uns gegenseitig und beraten uns bei Fragestellungen, wir haben viel Spaß zusammen, erzählen uns wie wir voran kommen, etc… Letzten Sonntag waren wir zusammen in der Kirche, haben abends zusammen gekocht und gesungen… Jetzt war sie auch schon mit in meiner Bible Study (ich habe sie natürlich hingeschleppt *freu* - s.u.) Wir sind auch immer beide für lustige und/oder verrückte Aktionen zu haben. So haben wir z.B. einfach mal gegenüber am Kiosk ne ganze Packung Eis gekauft und gemeinsam verzehrt ;) Es ist einfach unbeschreiblich schön mit ihr. Abends um 10 Uhr „entschuldigen“ wir uns beim anderen, dass wir heute mal so früh nach Hause gehen *hihi*
Auch sonst – von Deborah abgesehen – bin ich jetzt schon viel mehr ins „social life“ des Labs integriert. Neulich haben wir eine Überraschungs-Geburtstagsfeier für eine der hier arbeitenden geschmissen. Ich hatte kurzzeitig Angst, dass ihr Herz nicht mehr weiter schlägt, als sie ahnungslos in ihre Wohnung kam und wir hinter der Wohnzimmertür versteckt alle „Surprise“ geschrien haben, als sie rein kam *schmunzel* Dann waren wir einen anderen Abend mal gemeinsam bei einem Inder essen – sehr lecker, und wieder einen anderen Abend war ich mit bei Johannes eingeladen, wo wir zusammen gekocht haben (mein Betreuer)! Alle sind unglaublich nett, und auch wenn sie wirklich viel arbeiten (nur im Gegensatz zu Deborah und mir auch von zu Hause aus), haben sie immer gute Laune, sind für jeden Spaß zu haben und für kurzfristige Aktionen mit den anderen zu begeistern. Echt ein ganz besonderes Lab! Ich hab’s gut erwischt – und das war auch bestimmt kein Zufall :-)
Und noch kurz inhaltlich: Kurz nachdem ich euch das letzte Mal geschrieben habe, habe ich Nancy zum „Stand-der-Dinge“-Treffen getroffen, sie ist die Leiterin des Labs. Johannes und ich haben ihr von den Fortschritten in unserem Projekt erzählt, und sie war total begeistert und hat als verantwortliches Geldgeberin sofort zugestimmt, dass wir mehr Versuchspersonen in den Kernspintomografen „schieben“ können. Das hat mich natürlich sehr gefreut und so haben wir einige Stunden beim fMRT- Gerät zugebracht und angefangen das Folgeexperiment des ersten Experiments zu scannen. Im Moment habe ich also jedem Menge Daten vor mir liegen. Die des ersten und die des zweiten Experiments… Es sieht alles schon ziemlich gut und vielversprechend aus, aber bis wir die Ergebnisse aus unseren recht komplexen und umfangreichen Daten wirklich verstanden haben und in einer vernünftigen Form kompakt „rüberbringen“ können, kann es noch eine Weile dauern – es bleibt also weiterhin spannend!
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Wochenende in Montreal
Ha, natürlich ist es bis hierhin schon wieder alles viel zu lang geworden, dabei dachte ich, hier würde erst der Hauptteil anfangen… Naja :) Ihr kennt mich ja mittlerweile… Jetzt kürzer: Am 24.5. bin ich abends in den Bus gestiegen und morgens in Montreal aufgewacht :) Bei Barry und Michele (meine Freunde aus dem Auslandsjahr in Kanada) habe ich geschlafen und die meiste Zeit an diesem langen Wochenende verbracht – das war wirklich total nett, und ich hatte mit den Kids Briana und Naomi viel „Fun“! Einfach ein total schönes und gesegnetes Wiedersehen.
Dann habe ich natürlich auch einige andere Freunde getroffen, insbesondere habe ich Ximena und Mathieu, meine ehemaligen Mitbewohner wiedergesehen! Die kleine Juliette ist so groß geworden, unglaublich! Natürlich musste ich auch zu meinem Lieblings-Café „Juliette et Chocolat“ gehen, ein Gehirn-Symposium an der McGill Universität, sowie den Tag der offenen Museen mitnehmen und am Montag Abend ging’s dann auch schon nach einem erfüllten und gefüllten Wochenende wieder zurück zum Bus. (Hier war am Montag „Memorial Day“, d.h. Feiertag.) Aber bevor ich abends abgefahren bin habe ich noch etwas ganz Besonderes miterleben dürfen, nämlich eine Taufe im Fluss! Und zwar nicht von irgendwem sondern von meiner lieben Esther, einer meiner besten Freundinnen von damals aus der Bible Study. Sie wurde von Michele getauft – der Fluss war bestimmt wahnsinnig kalt, aber mindestens genauso sehr hat sie danach gestrahlt. Eindrucksvolle Momente – Fotos:
Vorher... mittendrin... nachher: Grund zum Danken! :)




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Bible Study
Ja, und dann gibt’s jetzt einen Tag in der Woche, an dem ich vor 10 Uhr abends das Lab verlasse: Der Donnerstag! *freu* Ich habe nämlich eine super-tolle gute weiterbringende anregende nette Bible Study gefunden! Es ist eine Gruppe, die nur aus M.I.T.-Doktoranden besteht, sehr genial!!! Das ist eine Atmosphäre, oh, ich kann’s gar nicht beschreiben, ich könnte nur so hinwegschmelzen beim Erzählen… Wahnsinnig dicht sowohl intellektuell als auch spirituell – eine solch intensive Kombination aus beidem habe ich noch nie zuvor erlebt. Stellt euch mal vor: Alles angehende Spitzen-Wissenschaftler und doch irgendwie fast das gleiche Alter und wahnsinnig nett!!! UND: An Gott interessiert und daran, ihren Glauben durch ihr Leben und durch ihr Tun weiterzugeben und zu verkünden! Wir haben so intensive Gebetszeiten und Bibeldiskussionen – das ist zu schön um wahr zu sein. Ich liebe die Leute dort schon jetzt alle… Der Donnerstagabend ist immer einer der Höhepunkte der Woche ;)
Neulich war ich übrigens mit denen auch mal äthiopisch essen? Habt ihr das schon gemacht – ist ziemlich lustig, man darf mit Händen essen und die „Schaufel“ ist so elastisch-leckeres Brot … ;P
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Verlängerung
Am Rande ist noch anzumerken, dass ich nach so viel Freude hier vor Ort beschlossen habe, länger zu bleiben :) Das ist aber kein Grund einen Schock zu kriegen, denn mein Rückflug bleibt der gleiche (15. August). Eigentlich wollte ich den Juli ja noch in Montreal verbringen, bevor ich im August mit meiner Familie durch Kanada düse und dann zurückkomme. Aber ich habe es hingekriegt, meinen Visa-Waiver „zu verlängern“, noch so eine Wundergeschichte :) Jedenfalls heißt das, dass ich (theoretisch noch viel länger aber praktisch) bis Ende Juli in den Staaten bleiben kann, also bis meine Familie kommt, und somit kann ich immerhin zweieinhalb Wochen länger als geplant in dieser tollen Umgebung arbeiten!
Praise the Lord!
Miriam
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